Samstag, April 25, 2026

Infostand am Gradierwerk – „Inklusionstreff Werne“ im Gespräch

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Werne. Die Selbsthilfegruppe „Inklusionstreff Werne – Barrierfreie Teilhabe“ kam am vergangenen Sonntag am Gradierwerk mit einem Infostand des Projekts „Rollstuhlgerecht in Werne“ zum Thema „Inklusion praktisch gestalten“ mit vielen Bürger/innen ins Gespräch.

„Das Interesse war groß – viele Besucher/innen nutzten die Gelegenheit, sich über Barrierefreiheit, Unterstützungsangebote und Teilhabeprojekte in Werne zu informieren“, heißt es in der Mitteilung zur Veranstaltung.

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Die Gesprächspartner am Stand zeigten demnach deutlich auf, wo in Werne weiterhin Barrieren bestehen – sowohl im baulichen als auch im gesellschaftlichen Bereich. Die Projekte setzen genau hier an: Ziel ist es, Barrieren abzubauen und gemeinsam Lösungen zu finden. „Glauben kann man vieles – aber echte Veränderung gelingt nur, wenn wir zusammen anpacken.

Statt eines Gegeneinanders brauche es ein Miteinander, betonte Marius Gellert, Projektleter von „Rollstuhlgerecht in Werne“, der zusammen mit Kay Hirschäuser, Initiator und Betroffener, sowie Maike Schmidt, stellvertretetende Projektleiterin, für Fragen zur Verfügung stand.

Nächster Termin: „Pflege- und Wohnberatung – Alltag barrierefrei gestalten“

Der nächste öffentliche Termin des Inklusionstreffs findet am Freitag, 25. Juli 2025, um 17 Uhr statt im Bunten Haus der Jugendhilfe Werne, Fürstenhof 27, statt. Zu Gast sind dann die Pflege- und Wohnberatung des Kreises Unna sowie die K.I.S.S. – Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen im Kreis Unna.

Im Mittelpunkt stehen dann Informationen zur Wohnraumanpassung, barrierefreiem Wohnen und den Möglichkeiten der Finanzierung durch Pflegekasse, KfW-BAnk und andere Stellen.
Die Veranstaltung wird begleitet durch den Pflegestützpunkt im Kreis Unna sowie die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (K.I.S.S.).

Neben einem fachlichen Input ist auch ein offener Erfahrungsaustausch eingeplant – ohne Fachkräfte, ausschließlich unter Betroffenen und Angehörigen. Interessierte sind gerne eingeladen – eine Anmeldung ist möglich, aber nicht zwingend erforderlich. Eigene Themen und Fragen können gerne mitgebracht werden. Unterstützt wird der Treff auch durch Sascha Kureck (Kurecks kompetente Betreuung).

Marius Gellert (mitte) und Kay Hirschhäuser (rechts) waren im Surfworld-Büro zu Gast. Foto: privat

SW GmbH steht „Inklusionstreff“ Rede und Antwort

Marius Gellert (Rollstuhlgerecht in der Stadt Werne) und Kay Hirschhäuser (UWW) waren für den Inklusionstreff Werne der Einladung der Surfworld-Verantwortlichen gefolgt und haben sich in den Geschäftsräumen in der Steinstraße über die Gestaltung der Gebäude, der Außenanlagen, Angebote des Surfens für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen ausgetauscht.

„Ja, auch Menschen mit Behinderungen, von Rollstuhlfahrern, Menschen mit MS-Erkrankungen, mit Seheinschränkungen, Blinden und anderen Einschränkungen, sollen das Angebot des Surfens genießen können“, hieß es anschließend. Inklusion bedeute, den Perspektiven Anderer zuzuhören und ihre Erfahrungen zu verstehen. Diesen Austausch führten die Gesprächspartner offen und im gegenseitigen Austausch, so das Fazit der Besucher.

Gellert und Hirschhäuser brachten Ideen und Anregungen ein, die nun in die weiteren Planungen einfließen sollen. „Wären doch alle so weit in der Umsetzung in den Planungen von Inklusion und der Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen wie die Surfworld, wäre der Alltag um einiges besser zu gestalten, um freie Teilhabe im Leben als Alltag ansehen zu können“, waren sich die beiden Besucher einig.

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