Montag, Januar 12, 2026

„Inklusionstreff Werne“: Barrierefreiheit zu Sim-Jü ist Thema

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Werne. „Der heutige Austausch machte erneut deutlich, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Vereinen, Rathaus-Politik und ehrenamtlichen Strukturen ist.“ Dieses Fazit zog der Projektleiter der Selbsthilfegruppe „Inklusionstreff Werne“, Marius Gellert, zum Abschluss der Monatsversammlung im „Bunten Haus“.

Das Treffen, an dem sich zahlreiche Vertreter betroffener Organisationen beteiligten, stand unter dem Motto „Tag der Vereine – Gemeinsam stark für Inklusion“. Ein deutliches Statement für die intensive Zusammenarbeit kam von Oliver Storks, der für die Unabhängige Wählergemeinschaft Werne (UWW) ein Mandat im Stadtrat ausübt. Er interessierte sich besonders für die Barrierefreiheit bei der Sim-Jü-Kirmes. Die Anwesenden schilderten dem Bürgervertreter, mit welchen Barrieren sie in jedem Jahr besonders während der Kirmes zu kämpfen haben.

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Der 58-jährige Kommunalpolitiker, der sich im Rat auch intensiv mit Planung und Marketing beschäftigt, kündigte an, sich im Rahmen der Festvorbereitungen und generell bei Planverfahren für mehr Barrierefreiheit einsetzen zu wollen.

Im Mittelpunkt der Ausführungen von Marius Gellert stand das Projekt „Toilette für alle“. Der Vorsitzende schilderte die Bedeutung einer solchen mobilen Sanitäreinrichtung bei öffentlichen Veranstaltungen aller Art. Nur so sei gewährleistet, dass Menschen mit allen Behinderungen die betreffenden Feste barrierefrei besuchen könnten. Noch vor Weihnachten, so kündigte Gellert an, soll in der Stadt ein entsprechender Informations- und Spendenstand auf das Projekt aufmerksam machen.

Einen ganz anderen Schwerpunkt legte Elke Brückner. Sie sprach für den NRW-Landesverband des „Nationalen Sozialverbandes Deutschland“ (SoVD). Der SoVD hat als gemeinnützige Interessen- und Sozialorganisation das Problem, genügend ehrenamtliche Helfer zu aktivieren. Deshalb, so die Sprecherin, sei die Verschmelzung von Ortsverbänden unumgänglich, um die Arbeitsfähigkeit aufrecht zu erhalten.

Auch Ricarda Heimann vom Kinderhospizverein betonte die Bedeutung von ehrenamtlichen Helfern und erklärte: „Ohne diese Männer und Frauen wäre die tägliche Arbeit mit den betroffenen Kindern, ihren Geschwistern und den Eltern nicht machbar.“

Einen positiven Akzent setzte Christel Meuter vom Selbsthilfeverband Kleinwüchsiger Menschen. Sie bezeichnete die neuen Kabelbrücken-Module, die derzeit in Werne bei städtischen Veranstaltungen eingesetzt werden, als „wichtigen Beitrag zur Sicherheit und Berrierefreiheit“.

Die nächste Veranstaltung ist für Freitag, 19. Dezember, ab 17 Uhr ebenfalls wieder im „Bunten Haus“ geplant. Unter dem Motto „Gemeinsam für Teilhabe – Austausch mit Politik und Interessenvertretung“ sollen weitere Gesichtspunkte in der Antibarrierenarbeit diskutiert werden.

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