Sonntag, April 5, 2026

„Unnormal kein Bock auf Nazis“: WBgR mit dem nächsten Benefizkonzert

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Werne. „Wir können es selbst noch nicht richtig begreifen, dass wir schon seit über vier Jahren bei unseren Konzerten Menschen zusammenbringen können, die sich mit uns gegen Menschenfeindlichkeit, Rassismus und Ausgrenzung in unserer Gesellschaft positionieren. Wir wollen auch weiterhin mit unseren Besucher/innen für eine Gesellschaft einstehen, die nicht von Ellenbogenmentalität und Eigenvorteil, sondern Einfühlungsvermögen, gegenseitiger Unterstützung und Mitgefühl geprägt ist“, erzählt Philipp Müller, Sprecher des Werner Bündnis gegen Rechts (WBgR).

Wenn am Samstag, 10. Mai, wieder Musik über die B54 Richtung Innenstadt hallt, wird die Benefizkonzertreihe „Unnormal kein Bock auf Nazis“, die als Idee mit klarer politischer Kante zur Wiederbelebung der Werner Konzertkultur begann und sich mittlerweile zum festen Bestandteil im Veranstaltungskalender des Jugendzentrums JuWeL entwickelt hat, in ihre achte Auflage gehen.

Vier Bands der lokalen Szene sorgen an dem Samstagabend für die musikalische Untermalung. Neben „Half Past Eight“, die mit energiegeladenem Alternative-Grunge punkten können, bestreiten auch „We’re not dead yet“, die Punkrock-Smashhits und -Cover im Gepäck haben, ein Heimspiel. „Pulse Park“ aus Dortmund bieten dem Publikum eine Auswahl an Songs mit Indie-Rock Einflüssen, während „Black Orchids“ aus Lünen mit Indie-Punkrock aufwarten.

Die gesammelten Erlöse des Konzerts fließen an die Organisation „Schlafen statt strafen“ aus Dortmund. Diese setzt sich gegen die Stigmatisierung und Diskriminierung obdachloser Menschen in Dortmund ein. Die Gruppe hat sich 2022 gegründet, um obdachlosen Menschen eine öffentlich wahrnehmbare Stimme zu geben und über ihre prekäre Situation aufzuklären. Mit einem Protestcamp und anderen Aktionen in der Innenstadt, diversen Infoveranstaltungen und Workshops in Dortmund und darüber hinaus sowie Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Medien trägt „Schlafen statt Strafen“ dazu bei, das Thema in der Dortmunder Stadtbevölkerung auf die Tagesordnung zu setzen und Politik und Stadtverwaltung in die Pflicht zu nehmen.

„Wir wollen nicht nur klare Kante gegen den Rechtsruck in unserer Gesellschaft beziehen, sondern im nächsten Schritt auch Projekte und Personen unterstützen, die sich für ein gutes Leben für alle in dieser von Krisen geprägten Zeit einsetzen“, erklärt Müller.

Einlass zum Konzert im Jugendzentrum JuWeL ist ab 18.30 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei, um Spenden wird jedoch gebeten. Kalte Getränke und Pizzabrötchen mit veganer Kräuterbutter können vor Ort zu einem kleinen Preis erworben werden.

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