Pater Tobias wirbt für den Glauben auch auf Social Media

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Duisburg/Werne. Scrollen, wischen, liken und plötzlich taucht er auf: Ein lächelnder Mann im weißen Ordenshabit oder im Laufshirt, mitten im Alltag, mit einer Botschaft, die nicht von dieser Welt ist und doch mitten ins Herz trifft.

Der in Werne geborene Pater Tobias, bekannt als „Marathon-Pater“, macht auf TikTok, Facebook und Instagram „Werbung für Jesus“.  Sein Ziel ist klar: Junge Menschen neugierig machen auf den Glauben. „Die junge Generation hat Bock, Jesus kennenzulernen – sie braucht nur jemanden, der ihn ihnen auf Augenhöhe vorstellt“, sagt er mit fester Stimme.

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Dabei verzichtet er bewusst auf komplizierte theologische Fachbegriffe und spricht die Sprache derer, die er erreichen will. „Ich erzähle Geschichten, die Hoffnung geben. Ich beantworte Fragen, die sich viele nicht trauen zu  stellen. Und ich zeige, dass der Glaube etwas mit ihrem Leben heute zu tun hat.“ Seine Clips sind kurz, lebendig, oft humorvoll und doch tief im Kern.
Er steht mal in der Kirche, mal am Straßenrand eines Marathons, mal sitzt er im Büro, mal läuft er durch den Wald. Immer authentisch. Immer ansprechbar. Das macht den Unterschied. „Echte Begegnung ist auch digital möglich“, sagt er.

Von der Kanzel ins Smartphone – Kirche im Hochformat

Auch heute steht er am Sonntag auf der Kanzel und predigt. Heute steht er auch im Hochformat-Video. Das eine schließt das andere nicht aus – im Gegenteil: „Ich erreiche jetzt Menschen, die sonst nie in die Kirche kommen und jetzt neugierig geworden sind.“ Die Kommentare unter seinen Videos zeigen, dass der Ansatz wirkt. „Danke, dass du mir den Glauben wieder nähergebracht hast.“ „Ich habe wegen dir wieder angefangen zu beten.“ „Deine Worte haben mich an Jesus erinnert.“ Für Pater Tobias ist das der schönste Lohn.

„Es geht nicht um Klicks, es geht um Herzen. Wenn ein Mensch nach Jahren wieder den Weg zu Gott findet, dann hat sich jeder Aufwand gelohnt.“  Er kennt die Themen, die junge Leute beschäftigen:

„Warum lässt Gott Leid zu?“ „Ich bin aus der Kirche ausgetreten – kann ich trotzdem glauben?“
„Jesus ja, Kirche nein – geht das?“ Seine Antwort ist immer eine Einladung. Keine Verurteilung, keine Vorträge. „Gott hat keine Angst vor deinen Fragen“, sagt er. „Er liebt dich mitten in deinen Zweifeln.“

Unzählige Kilometer, gelaufen für den guten Zweck, hat der Marathon-Pater in den Beinen.
Unzählige Kilometer, gelaufen für den guten Zweck, hat der Marathon-Pater in den Beinen.


Werbung für Jesus – mutig, modern, mitten im Leben

„Ich mache Werbung für Jesus, weil er die beste Botschaft aller Zeiten ist“, sagt Pater Tobias ohne zu zögern. „Ich will keine Follower für mich sammeln, sondern Nachfolger für ihn.“
Dabei nutzt er alle Stilmittel, die Social Media heute bietet: Humor, Musik, Emotion, persönliche Geschichten. Seine Clips sind wie geistliche Espresso-Shots: kurz, stark, wach machen. Für ihn ist klar: Missionieren 2025 bedeutet, Brücken zu bauen zwischen Likes und Liturgie, zwischen Smartphone und Sakrament, zwischen digitaler Kultur und der uralten Botschaft des  Evangeliums.

„Wir müssen dahin gehen, wo die Menschen sind und das ist heute nun mal auch TikTok.“ Die Resonanz gibt ihm recht. Nicht nur in Duisburg, sondern bundesweit sprechen Jugendliche, junge Erwachsene und sogar Eltern über den „Marathon-Pater auf TikTok, Facebook oder Instagram“. In einer Zeit, in der Kirche oft als fern und unnahbar gilt, tritt hier jemand auf, der genau das Gegenteil lebt: nahbar, ansprechbar, echt. Und so wird aus einer einfachen Idee ein neues Gesprächsthema: Ein Priester, der die Kanzel ins Smartphone bringt. Ein Läufer, der Gottes Liebe in 30 Sekunden erklärt. Ein Mensch, der zeigt: Der Glaube ist kein Relikt – er ist lebendig, mitten im Leben, und auch auf TikTok zuhause.

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