Werne. Die Steag Iqony Group hat sich mit der Stadt Werne darauf geeinigt, dass das Essener Energieunternehmen eine städtische Fläche erwerben kann, um darauf in Zukunft zwei Gasmessstationen zu errichten. Das teilt die Stadt auf ihrer Webseite mit.
Konkret geht es um eine Fläche nahe des Mündungsbereichs von Langernstraße und Lünener Straße (B 54), die sich aufgrund ihrer Lage besonders eignet. Denn hier verlaufen zwei Ferngasleitungen der Open Grid Europe GmbH, an die künftig zwei neue Versorgungsleitungen zum Kraftwerksstandort Bergkamen-Heil anschließen sollen. Dort plant die Steag Iqony Group bekanntlich den Bau einer neuen Gas- und Dampfturbinen-Anlage (GuD), welche perspektivisch durch den Anschluss an das Wasserstoff-Kernnetz klimaneutral betrieben werden soll.
Eine endgültige Entscheidung über den Kraftwerksneubau ist zurzeit noch nicht gefallen, da die neue Bundesregierung die künftige Kraftwerksstrategie noch nicht regulatorisch ausgestaltet hat. Insofern werden auch die geplanten Anschlussleitungen sowie die dazugehörigen Gasmessstationen in Werne nur gebaut, wenn es auch zum Bau des Kraftwerks kommt.
Bau von Gasmessstationen in Langern hängt von Kraftwerksneubau in Heil ab
Eine mit der Stadt Werne geschlossene vertragliche Vereinbarung sieht vor, dass die Steag Iqony Group das Recht hat, das Grundstück von der Stadt zu erwerben, wenn das geplante Kraftwerksprojekt realisiert wird. Für diesen Fall ist zudem bereits eine gestalterische Rahmenvereinbarung getroffen worden, um die beiden geplanten Gebäudekörper durch eine begrünte Wallanlage zu umgeben. Auch eine Aufenthalts- bzw. Rastmöglichkeit insbesondere für Radfahrer ist auf dem Gelände vorgesehen
Versorgungssicherheit durch Gaskraftwerke – Perspektivischer Einsatz von Wasserstoff
„Mit der nun erzielten vertraglichen Vereinbarung schaffen wir die Voraussetzung, zügig die Realisierung des Kraftwerksprojekts angehen zu können, sobald die dafür erforderlichen politischen Rahmenbedingungen geschaffen sind. Der Neubau des perspektivisch mittels des Einsatzes von Wasserstoff auch klimaneutral zu betreibenden Kraftwerks ist ein wichtiger Beitrag zur langfristigen Gewährleistung von Versorgungssicherheit bei gleichzeitiger Minderung von CO2-Emissionen. Denn nur wenn neue Kraftwerksleistung entsteht, können ältere Steinkohleanlagen endgültig vom Netz gehen, ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden“, so Dr. Dirk Schettler, bei der Steag Iqony Group Gesamtprojektleiter für den geplanten Kraftwerksneubau in Bergkamen.






















