Donnerstag, März 5, 2026

Alle angemeldeten Kita-Kinder in Werne sind versorgt

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Werne. Die Kindergartenbedarfsplanung für 2026 steht. Einstimmig hat der Jugendhilfeausschuss (JHA) der Festschreibung in der von der Verwaltung vorgelegten Fassung am Mittwoch (4. März 2026) zugestimmt.

Die Planung wird jährlich fortgeschrieben, damit der gesetzliche Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren sowie der Ausbau der U3-Plätze sichergestellt sind. Aktuell werden 1.060 Kinder in 17 Kitas betreut, wie Jennifer Kootz vom Fachbereich Jugend und Familie mitteilte. 299 Kinder davon sind unter drei Jahre alt. Außerdem werden in der Kindertagespflege 55 Kinder von 21 Kindertagespflegepersonen betreut. Damit werden derzeit 354 Kinder im Alter unter 3 Jahren betreut. Das entspricht einer Versorgungsquote von 55 Prozent in dieser Altersgruppe.

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Zur Tagespflege fragte Carolin Siegeroth (FDP), ob es ein Budget zur Ausbildung weiterer Fachkräfte gebe. „Wir begreifen die Tagespflege als ganz eigenständiges elementarpädagogisches Angebot, nicht als Ausgleich für fehlende Kita-Plätze“, sagte dazu Jugendamtsleiter Maik Rolefs. „Und wir haben uns interkommunal zusammengeschlossen, um Personen in Kooperation mit der Familienbildungsstätte auszubilden.“ Es sei allerdings eine Herausforderung für alle Kommunen, Tagespflegepersonen zu akquirieren. „Es ist nun einmal eine Selbstständigkeit. Wir müssen da viel Öffentlichkeitsarbeit für die Akquise betreiben.“

Ende August schrieben Mitarbeiter des Jugendamts 401 Eltern oder Sorgeberechtigte an, die bislang keinen Kita-Platz in Werne in Anspruch genommen hatten. Daraufhin erfolgten 219 Anmeldungen (2025: 272 Anmeldungen). „Wir konnten alle angemeldeten Kinder mit Plätzen versorgen“, sagte Kootz. 19 Kinder konnten allerdings nicht in einer der von den Eltern angegebenen Wunsch-Kitas untergebracht werden. Eine alternative Betreuung wurde jeweils sichergestellt.

Kootz erläuterte außerdem die anstehenden Veränderungen in Wernes Kitalandschaft. Die Kita am Familiennetz wird voraussichtlich zum 1. August 2026 ihren Neubau an der Stockumer Straße 174 beziehen. Mit dem Wechsel des Standorts ändert sich auch der Name dieser Einrichtung. Sie wird fortan „St. Konrad – Die Weltentdecker“ heißen. Dort wird es eine Gruppe mehr geben; im Gegenzug fällt bei der Kita „St. Josef – Auf dem Berg“ eine Gruppe weg. In den Kitas „Lütkeheide“ und „St. Marien“ werden Gruppenformen angepasst, damit der gestiegene Bedarf an Plätzen für Kinder unter drei Jahren (U3) besser gedeckt werden kann.

Um Bürokratie durch Digitalisierung abzubauen, wurde das Anmeldeverfahren für die 45-Stunden-Betreuungsplätze vereinfacht. Eltern sollen künftig ihre Angaben und Nachweise per Selbstauskunft hochladen können. Der erforderliche jährliche Einkommensnachweis muss nicht mehr vorgelegt werden, wenn sich die Einkommensverhältnisse nicht geändert haben. „Das ist eine Erleichterung“, sagte Kootz. Ein QR-Code soll über die Kitas kommuniziert werden. Die endgültige Umsetzung ist laut Beschlussvorlage für das kommende Anmeldeverfahren geplant. 

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