Werne. „Propaganda für das Gute“. In dem ähnlich klingenden Titel des Buches von Jannis Johannmeier beschreibt er ein heutiges Phänomen in der öffentlichen Welt. Er fasst es in dem Satz zusammen: „Die Wahrheit ist tot, die Geschichte ist König.“
Er zeigt die Mechanismen dieses Prozesses, die schon einmal in Deutschland in der Nazizeit zu einer schrecklichen Situation geführt haben und wirbt darum, diese Mittel für das Positive einzusetzen. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass wir unsere christliche Geschichte, die uns als Volk verbunden hat, abgelegt haben, und dass dies böse Nebenwirkungen hat, unter denen wir jetzt leiden. Dabei will er nicht zurück, weil er es als Befreiung sieht, nicht mehr unter dem Diktat einer religiösen Macht zu stehen.
Genau an dieser Stelle wiederholt sich die Geschichte von vor 2.000 Jahren. Als Jesus, der von seinem Volk erwartete Messias in Jerusalem auftaucht, hat sich die religiöse Macht so stark von der ursprünglichen Absicht Gottes entfernt, dass sie in den schlichten Geschichten Jesu und seinen Wundern eine Gefahr für sich sah. Sie lieferten Jesus der weltlichen Macht aus und ein Pilatus fragte Jesus, was ist Wahrheit? Das Gottesbild, das Jesus zeichnete in der Geschichte des liebenden Vaters, der den verlorenen Sohn wieder aufnahm und ihn trotz seine Sünden, wieder in die Stellung eines Erben setze, begeistert die Menschen bis heute.
Doch diese Botschaft ist genauso verzerrt worden wie damals. Warum spricht diese Botschaft noch immer weltweit so viele Millionen Nachfolger an, die dafür bereit sind, ihr Leben zu geben, weil sie dafür verfolgt werden? Und in unserem Land, dass dieses Fundament hat, werden Kirchen abgerissen oder umgewidmet? Es liegt aus meiner Sicht daran, dass nicht die Wahrheit Jesu, sondern die Geschichte darüber nicht mehr der Wahrheit entspricht. Wir haben in unserem Land noch die Freiheit, selbst in der Bibel nachzulesen. Beginnen sie dazu im Johannesevangelium.
Gehen sie zur Quelle und erleben sie die lebendige Wahrheit und werden auch sie ein Verkündiger der Liebe und nicht des Hasses, wie es leider heute in der öffentlichen Wirklichkeit der Fall ist. Nachfolger Jesu sind Boten der selbstlosen Liebe und nicht der Macht, der Intoleranz und der Ausgrenzung.
Ich wünsche ein gesegnetes Wochenende
Frank Ulrich
Christliche Gemeinde Waldstraße

















