Werne. Die Mitglieder des „Arbeitskreis Eine Welt e.V. Werne“ beschäftigten sich auf ihrem alljährlichen Bildungswochenende in Schloss Oberwerries mit dem Stand und den Perspektiven des Fairen Handels.
Vom Referenten Georg Knipping von der Fair-Handelsgesellschaft-Münster wurde den Teilnehmenden vor Augen geführt, dass bessere Handelsbeziehungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzent/innen und Arbeiter/innen einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.
Der Faire Handel möchte neben der Unterstützung der Produzenten auch durch Bewusstseinsbildung zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels beitragen. Das sehen die Mitarbeitenden des Eine-Welt-Ladens in Werne durch die Existenz des Ladens, die Kundengespräche, das Info-Material und Einladungen an Schulklassen gegeben.
In dieser Zielsetzung fühlen sie sich durch das Wochenende gestärkt. Der faire Handel deckt die Produktionskosten der Erzeuger, lässt ihnen Spielraum für Investitionen und bietet die Möglichkeit der Vorfinanzierung. Mittlerweile werden faire Produkte erfreulicherweise auch in Supermärkten gekauft und machen den größten Teil des Umsatzes im Fairen Handel aus.
Darüber hinaus bieten Weltläden ein breiteres Angebot und leisten Kampagnen- und Bildungsarbeit. Die Teilnehmenden fühlten sich an den Ausspruch von Dom Helder Camara mit seinen Gedanken zur Theologie der Befreiung (1967) erinnert: „Wenn ihr uns gerechte Preise zahlt, könnt ihr eure Almosen behalten“. Die Teilnehmenden erlebten das Wochenende als Motivationsschub für ihre Arbeit.






















