Ausschuss: Mähroboter und (einige) Ampeln nachts ausschalten

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Werne. Auf die Gefahren durch Mähroboter für nachtaktive Tiere, am Boden lebende wie Igel, Frösche und Insekten, soll die Stadt Werne per Appell auf geeigneten Kommunikationskanälen (städtische Website, Pressemitteilungen, Flyer) hinweisen – im Sinne von Biodiversität und Tierschutz.

Dies hatte die Fraktion von B90/Die Grünen in einem Antrag an den Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz (UVK) zum Beschluss vorgeschlagen.

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Die Stadt Werne solle an Bürgerinnen und Bürgern im privaten Bereich sowie an gewerbliche Flächennutzer appellieren, auf den Einsatz von Mährobotern etwa zwischen 19 Uhr und 9 Uhr zu verzichten. Damit könne man auf das Thema hinweisen und Problembewusstsein schaffen, lautete die Argumentation der Grünen.

Man könne dies kommunizieren, eine Kontrolle habe man indes nicht, macht KBW-Leiter Dr. Tobias Gehrke im Ausschuss klar. Claudia Lange, Fraktionsvorsitzende der FDP, hielt dagegen. Die Mähroboter nachts nicht fahren zu lassen, gebiete doch der „gesunde Menschenverstand“, meinte sie. Dies sei keine Aufgabe der Stadt, denn die sei nicht die Pressestelle der Grünen, so die Liberale.

Robin Böcker (SPD) unterstützte dagegen den Antrag zugunsten des Tierschutzes. Das könne die Bürgerdialogmanagerin beispielsweise in einem Instagram-Beitrag kommunizieren, schlug er vor. Die Mehrheit des Gremiums stimmte dem Antrag der Grünen bei vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen zu.

Abschaltung von Ampeln nur bedingt möglich, aber erwünscht

In den Abend- und Nachtstunden herrsche auf den innerstädtischen Straßen ein deutlich verminderter Verkehr, dennoch werde dieser an den meisten Kreuzungen dauerhaft per Ampelschaltung geregelt.

Das verursache nicht nur Kosten (Energie), sondern habe darüber hinaus weitere Nachteile wie Geräuschbelastungen von an- und abfahrenden Verkehr, hatte die Unabhängige Wählergemeinschaft Werne (UWW) in ihrem Antrag an den Verkehrsausschuss begründet und empfohlen, die Ampeln werktags und sonntags in der Zeit von 21 bis 5 Uhr – abgesehen von der Funktionalität von Fußgängerampeln – abzuschalten.

Um Kosten zu sparen, sollen Ampeln in Werne nachts abgeschaltet werden, schlug die UWW vor. Symbolbild: pixabay
Um Kosten zu sparen, sollen Ampeln in Werne nachts abgeschaltet werden, schlug die UWW vor. Symbolbild: pixabay

KBW-Leiter Dr. Tobias Gehrke erläuterte in der Sitzung des Verkehrsausschusses (11. März 2026) allerdings, dass ein Abschalten der Lichtzeichenanlagen in der Nacht nicht immer möglich sei. Dies gelte insbesondere für die Umleitungsstrecken für die A1 sowie für Unfallschwerpunkte, wies er auf das Haftungsthema hin.

Nach Prüfung durch die Verwaltung käme für eine nächtliche Abschaltung nur eine niedrige einstellige Zahl von Ampeln in Frage, so Gehrke. Weil auch der Großteil der Lichtzeichenanlagen bereits auf sparsame LED-Beleuchtung umgestellt sei, hielte sich auch die Energieersparnis in Grenzen, hieß es sinngemäß.

Im Ausschuss überzeugte der Antrag der Unabhängigen dennoch und wurde für die möglichen einstimmig angenommen. Lediglich die frühe Startzeit um 21 Uhr solle noch geprüft werden, hieß es aus der Runde.

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