Becklohhof/ Nachtigallenweg: Ausbau hat erste Priorität

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Werne. Der marode Zustand der Straße Becklohhof soll ein Ende finden und zusammen mit dem Nachtigallenweg ausgebaut werden. Den Ausbau hatte die SPD-Fraktion in einem Antrag an den Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz gefordert und in dessen Sitzung am Mittwoch, 11. März 2026, dafür die einstimmige Unterstützung des Gremiums eingeholt. Vor 2028, so viel vorweg, wird es aber wohl nichts mit der Umsetzung, hieß es.

Somit hat die Straße mit dem wertvollen alten Baumbestand nach immer neuen politischen Anläufen in den vergangenen Jahren in der Prioritätenliste zum Straßenausbau nun den ersten Platz erobert, sollen die Planungen nun beginnen. Endlich, möchte man sagen, denn der Ausbau war mehrfach hinausgeschoben worden, um dem Ergebnis des 2025 fertiggestellten Straßenkatasters nicht vorzugreifen.

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Ganzheitliches Konzept für „Drehscheibe mit vielen Zielkonflikten“

Ihren Antrag hatte die SPD mit dem ausgesprochen schlechten Zustand des Becklohhofs begründet und angesichts der nicht vorhandenen Bürgersteige und Radwege auf die Gefährdung der Nutzer hingewiesen. Ausgebaut werden soll der V-förmige Becklohhof, der seit dem Bau des Kreisverkehrs an der Münsterstraße/ Burgstraße auch hier eine Zufahrt hat, sowie der Nachtigallenweg parallel und hinter der Berufsschule), hatten die Sozialdemokraten gefordert.

Mit dem Bau des Kreisverkehrs Münsterstraße/Burgstraße/Becklohhof wurde eine weiter Zufahrt geschaffen. Foto: Wagner
Mit dem Bau des Kreisverkehrs Münsterstraße/Burgstraße/Becklohhof wurde eine weitere Zufahrt geschaffen. Foto: Wagner

Mit dem Berufskolleg, dessen Parkplatz über den Becklohhof angefahren wird, einer Kita, einem Seniorenheim und der Wohnbebauung seien hier ausnahmslos Einrichtungen mit besonderem Schutzbedürfnis angesiedelt, hatte die SPD in ihrem Antrag die vielschichtigen Nutzungsanforderungen skizziert. In der Sitzung riet Dörte Hübchen-Oesterschulze (SPD) deshalb dazu, für den Ausbau ein ganzheitliches Konzept aufzulegen.

Umsetzung soll in 2028 beginnen

„Da haben wir ähnliche Gedanken“, stellte Dr. Tobias Gehrke, Leiter des Kommunalbetriebs, fest. Es brauche ein zustimmungsfähiges Konzept, bestätigte er. Zu klären sei, welche verkehrlichen Nutzungen umgesetzt werden sollen. Fahrradstraße, Einbahnstraße, Rad- und Fußweg, Öffnung des Berufskolleg-Parkplatzes zur Münsterstraße, Verkehrsberuhigung, nannte er Beispiele.

Mit Blick auf den zeitlichen Horizont dämpfte der KBW-Leiter die Erwartungen. Er rechne 2028 mit der Umsetzung. „Das ist ein Knotenpunkt, eine strategische Drehscheibe mit vielen Zielkonflikten“, sprach er sich ebenfalls für einen Gesamtblick auf die verschiedenen verkehrlichen Anforderungen aus. Ein Abfräsen der schadhaften Fahrbahn als Zwischenlösung wollte Gehrke allerdings mit Verweis auf die Kosten nicht empfehlen und riet dazu, den Zustand derweil zu ertragen.

„Korrektes Vorgehen“, kommentierte Ferdinand Schulze Froning (CDU) grundsätzlich die Pläne, sprach sich aber für ein Abfräsen und eine Asphaltdecke als Übergangslösung aus, um das Wurzelwerk der alten Bäume zu schützen.

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