Werne. Am 19. Mai 2026 ist Egon Ribhegge sen. im Alter von 95 Jahren gestorben. Damit verliert der Bürger-Schützenverein nicht nur einen allseits beliebten Schützenbruder, der Verein verliert eine echte Legende, der sich vielfach für den Verein eingesetzt hat und über Jahrzehnte maßgeblich geprägt hat. Ein Nachruf.
Egon Ribhegge sen. ist 1950 in die Kompanie Oberland des Bürger-Schützenverein Werne eingetreten. Im letzten Jahr ist er dafür auf dem Schützenfest für stolze 75 Jahre treue Mitgliedschaft geehrt worden.
Er war ein Mann der sogenannten ersten Stunde. Kurz nach dem Krieg, als das Schützenwesen wieder aufgenommen wurde, trat er als Fahnenoffizier dem Verein bei und wurde 23 Jahre später zum Hauptmann und damit zum Kompaniechef des Oberlandes. 1984 wurde er zum Major befördert, ehe er 1991 aus diesem Amt ausschied und zum Ehrenkompaniechef der Kompanie Oberland wurde. Im Jahr 2010, nach 60 Jahren Mitgliedschaft wurde Egon zum Ehrenmajor des Vereins.
Egon Ribhegge hat in seinen vielen Jahren als Führungsperson des Oberlandes manchen Sturm erlebt, durch seine ruhige aber bestimmte Art, seine Aufgaben immer voll erfüllt. Seine Anliegen waren ihm wichtig und er wusste stets mit welcher Gangart er das bestmögliche für die Kompanie und den Verein herausholen konnte. Er hat sich besonders für die Jungschützen eingesetzt und kämpfte dafür, dass die Jungschützen der Kompanie sich hinter einer eigenen Standarte versammeln konnten, was den Zusammenhalt und die Organisation der jungen Generation des Vereins enorm stärkte.
Dieses verschaffte ihm großes Ansehen in der Kompanie und großen Respekt im Verein. Wenn man an Egon denkt, denkt man an einen sehr herzlichen Menschen, der mit seiner angenehmen Art, bis zuletzt pure Lebensfreude ausstrahlte. Mit seiner Frau Else, hatte er eine Frau an seiner Seite, die auch aktiver Teil des Vereinslebens war. Auf ihre Unterstützung konnte er zählen und das machte vielleicht auch seine Leidenschaft für den Verein aus. Er musste sich nicht zwischen Familie und Verein entscheiden. Er hat es verstanden alles zu kombinieren und so ist nicht nur sein Sohn Egon jun. zu einer Führungsfigur des Vereins geworden, auch sein Enkel Alexander ist mit Leidenschaft Teil der heutigen Jungschützen.
Egon Ribhegge wird in Erinnerung bleiben. Was er in 75 Jahren Mitgliedschaft für den Verein geleistet hat ist beispiellos. Und sein Vermächtnis lebt mindestens in jedem neuen Jungschützen fort. Wir rufen ihm ein letztes „Horrido“ zu und begleiten ihn auf seinem letzten Weg.
Zum Seelenamt treffen sich die Mitglieder des Vereins in Uniform und mit Fahnenabordnungen am Freitag, 29. Mai 2026, um 9.15 in der Kirche St. Christophorus Werne. Anschließend erfolgt die Beisetzung ab der Trauerhalle Lünebrink, Südring, Werne.






















