Werne. Am Freitag, 26. Juni, beschäftigt sich die Veranstaltungsreihe des Café Chaos‘ im Jugendzentrum JuWeL mit dem Phänomen des rechten Terrors in Deutschland. Trauriger Anlass für die Auseinandersetzung mit dieser Form rechter Gewalt sind nicht zuletzt die zahlreichen „runden Jahrestage diverser rechter Anschläge und Morde 2026.
Die Geschichte des Rechtsterrorismus in Deutschland ist lang und reicht zurück bis in die Weimarer Republik. In der Bundesrepublik wurde dieser besonderen Form der politischen Gewalt meist eher wenig Aufmerksamkeit zu Teil. Dies änderte sich nach der Selbstenttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ im November 2011.
Sowohl Wissenschaft und Medien als auch Strafverfolgungsbehörden und Politik befassen sich seitdem stärker mit dem Rechtsterrorismus. Hinzu kommt: In den letzten Jahren hat auch die Zahl an rechtsterroristischen Anschlägen bzw. geplanten Taten zugenommen. Und während in den 1970er Jahren die Gewalt vor allem von Gruppen ausging, werden Anschläge heutzutage vielfach von Einzelttätern verübt. Die Veranstaltung gibt einen einführenden Überblick über Geschichte und Aktualität des Rechtsterrorismus.
Hendrik Puls ist Soziologe und Herausgeber (zusammen mit Fabian Virchow) des Sammelbands „Rechtsterrorismus in der alten Bundesrepublik. Historische und sozialwissenschaftliche Perspektiven“ (2023).
Die Veranstaltung wird im 1. Stock des Jugendzentrums stattfinden. Beginn ist um 19.30 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer kostenlos und offen für Menschen jeden Alters. Sollten sich kurzfristige Änderungen ergeben, werden diese auf der Facebook-Seite des Café Chaos‘ mitgeteilt: facebook.com/cafechaos.juwel





















