Ein Beruf, eine Apotheke: Michaela Minke feiert 50. Jubiläum

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Werne. Als sie die Schule beendet hatte, wusste Michaela Minke nicht genau, was sie machen wollte. Auf Vermittlung ihres Vaters arbeitete sie während der Ferien in der Christophorus-Apotheke und wurde Apothekenhelferin. Heute, nach 50 Dienstjahren, kann sie sagen: „Mein Beruf ist mein Hobby.“

Nicht nur ihrem Beruf, sondern auch ihrer Arbeitsstätte blieb Michaela Minke treu. Ihre Ausbildung begann sie am 1. August 1976 unter der damaligen Inhaberin Margret Deutsch, nachdem sie ins Metier hineingeschnuppert hatte. „Die Arbeit gefiel mir, vor allem aber gefielen mir die Kollegen, die mich sehr nett aufgenommen haben.“ Die gute Atmosphäre im Team sei über all die Jahre geblieben, auch in wechselnden Besetzungen. „Wir sind hier wie eine kleine Familie.“

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1997 übernahm Ursula Brinkmann-Trötsch die Apotheke an der Steinstraße von Margret Deutsch. Ende der 2000er-Jahre ließ Brinkmann-Trötsch die Geschäfts- und Büroräume grundlegend umbauen. Dabei bewährte sich das Team. „Jeder hat mit Hand angelegt, denn der Betrieb ging ja währenddessen weiter“, erzählt Michaela Minke. Sogar ihr Mann habe zwischendurch mitgeholfen. „Er hat meinen Einsatz für die Apotheke ohnehin immer unterstützt.“

Veränderungen des Berufsalltags – Stammkunden schätzen gute Beratung

In den 50 Jahren, in denen Michaela Minke ihren Beruf lebt, hat sich viel verändert. „Ich bin froh, dass ich langsam da reinwachsen konnte“, sagt sie. Vor allem der Verwaltungsaufwand sei erheblich größer als in ihren Anfangsjahren. Um ein Beispiel zu nennen: „Früher haben wir die Kunden beraten und damit war es gut. Und ich denke, wir haben gut beraten, sonst hätten wir nicht bis heute so viele Stammkunden.“ Inzwischen müssten die Gespräche ausführlich dokumentiert werden.

Anders geworden ist aber auch der Umgang mit manchem Artikel, der früher als heikel galt. So erinnert sich Minke noch an einen jungen Mann, der mit Motorradhelm auf dem Kopf in die Apotheke kam. Er sagte kein Wort, sondern schob der Apothekenhelferin nur einen Zettel zu. „Ein Päckchen Kondome“, stand darauf.

Der Beruf ist ihr Hobby – Einige („Über“-) Stunden“ im Ruhestand

Obwohl sie seit zwei Jahren im Ruhestand ist, arbeitet Michaela Minke immer noch ein paar Stunden in der Woche in der Christophorus-Apotheke. Eben weil ihr Beruf ihr Hobby ist. „Erst habe ich mich gefragt, was ich überhaupt machen soll, wenn ich in Rente bin“, sagte Minke. „Und jetzt habe ich keine Zeit.“ Sie liest gern oder setzt sich mit der Familie zu Gesellschaftsspielen zusammen. Seit einem halben Jahr ist sie außerdem Großmutter. „Und mit dem Enkel möchte ich ja auch Zeit verbringen.“

Das 50. Betriebsjubiläum feierte Michaela Minke im Kreis ihrer Kolleginnen. „Wer Michaela kennt, weiß, dass auf sie immer Verlass ist“, sagt Ursula Brinkmann-Trötsch. „Mit großem Organisationstalent führt sie das Backoffice, meistert technische Herausforderungen kompetent und ist immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird. Sie hat ihren Beruf mit Herz und außergewöhnlichem Engagement gelebt.“

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