Mittwoch, Februar 25, 2026

Entstickungs-Anlage am Gersteinwerk wird gesprengt

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Stockum. Die Skyline des Gersteinwerks verändert sich weiter: Vier Monate nach dem 280-Meter Kamin lässt RWE nun auch das Gebäude der Entstickungsanlage (DeNOx) sprengen, teilt das Unternehmen in einer Presseinformation mit.

Der 64-Meter hohe Bau soll am Samstag, 28. Februar, gegen 11 Uhr gezielt zu Boden gebracht werden. Mit der Sprengung ist die Firma Reisch Sprengtechnik beauftragt.

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Sicherheit hat höchste Priorität. RWE hat mit der für den Rückbau verantwortlichen Spezialfirma AWR ein umfassendes Sicherheitskonzept erarbeitet, das in den nächsten Wochen mit den Städten Werne und Hamm und weiteren Behörden sowie den Stromnetzbetreibern Amprion und Westenergie umgesetzt wird, heißt es weiter.

Für den Tag der Sprengung wird um das DeNOx-Gebäude ein 350-Meter-Sperrradius definiert, in dem sich zwischen 8.30 Uhr morgens und voraussichtlich 11.30 Uhr niemand aufhalten darf. Polizei, THW, Sicherheitsfirmen und Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Werne kontrollieren die Sperrung.

Der Straßenverkehr im Umfeld des Kraftwerksgeländes wird in Abstimmung mit den Behörden vorübergehend eingeschränkt: So wird die Hammer Straße, sowie der Radweg entlang der Lippe-Auen zwischen 8.30 und voraussichtlich 11.30 Uhr für jeden Verkehr gesperrt. Entlang der Straße „Am Tiebaum”, der Johannes-Rau-Straße und der Hammer Straße gilt in diesem Zeitraum zudem ein Park- und Halteverbot.

Das 64 Meter hohe Gebäude (rot markiert) wird am 28. Februar kontrolliert zu Boden gebracht. Für die Dauer der Sprengung werden Straßen und Wege im Kraftwerks-Umfeld gesperrt. Fotos: RWE
Die DeNOx-Anlage wurde Vor über 35 Jahren in Betrieb genommen. Nun muss die Entstickungsanlage weichen.

Zur Entstickungsanlage in Werne

Die DeNOx-Anlage im Gersteinwerk in Werne wurde am 21. März 1990 von der VEW AG zur Reduzierung von Stickoxiden (NOx) in Betrieb genommen. Die Investitionskosten beliefen sich damals auf 148 Mio. DM. In der Anlage wurden Stickoxide aus dem Rauchgas mit Hilfe der selektiven katalytischen Reduktion (SCR) bei rund 320 °C und unter Einsatz von Ammoniak in Stickstoff und Wasser zerlegt. Mit Hilfe der DeNOx-Anlage unterschritt der Kohle-Kombi-Block im Gersteinwerk die gesetzlichen NOx-Grenzwerte deutlich.

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