Werne. Teilweise stark abgefahrene Straßenmarkierungen und verblasste Verkehrsschilder auf und an Wernes Straßen hatten die Grünen-Fraktion auf den Plan gerufen. Die Fahrbahn- und Verkehrsmarkierungen im gesamten Werner Stadtgebiet sollten demnach bis zum 31. März 2026 in einer Bestandsaufnahme überprüft und ihr Zustand bewertet werden.
Anschließend solle nach Priorität die Erneuerung folgen, hatte man per Antrag an den Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz ins Gespräch gebracht.
Die verblassten Markierungen – wie etwa an der Kamener Straße sichtbar – beeinträchtigten nicht nur die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden, sondern verstärkten auch die öffentliche Meinung, „dass hier nichts gemacht werde“, sah Andreas Drohmann, sachkundiger Bürger der Grünen, in der jüngsten Sitzung des Ausschusses Handlungsbedarf. Es gehe dabei um eine „funktionierende Stadt“, meinte er.
Dem Antrag könne man so nicht folgen, erteilte Dr. Tobias Gehrke, Leitung Kommunalbetrieb Werne (KBW), allerdings eine Absage. Zum einen müssten die Kosten der Maßnahmen aus dem Budget der Straßenunterhaltung finanziert werden, zum anderen sei eine Forderungen wie die nach eine kurzfristige Bestandsaufnahme bis Ende März kaum realisierbar.
Auf der anderen Seite lieferte der KBW-Leiter ein Angebot in der Sache, das den Forderungen des Grünen-Antrag inhaltlich sehr nahekommt. So stehe in diesem Jahr ohnehin eine Verkehrszeichenschau auf der Agenda, wies er auf die Kontrollroutine hin, zu der man verpflichtet sei. Die Maßnahme werde zusammen mit einem externen Dienstleister durchgeführt und erfülle die Anforderungen, ordnete er ein.
Im Ausschuss folgte man der Argumentation Gehrkes und lehnte den Antrag mehrheitlich ab. „Das ist laufendes Geschäft“, betonte Artur Reichert (FDP) und Adelheid Hauschopp-Francke wies für die SPD darauf hin, dass es sich bei der Kamener Straße um eine Landesstraße handele und die Stadt Werne somit nicht zuständig sei.
Artur Reichert hatte mit dem Mängelmelder der Stadt Werne einen Praxistipp parat. Hier könne man etwa mitteilen, wenn Straßenschilder unlesbar oder beschädigt seien. „Das wird dann zeitnah repariert, das ist toll“, lobte er.
Beleuchtung Radweg Kreisverkehr Nordlippering – UWW-Antrag wird Prüfauftrag
Der Antrag der UWW, die Beleuchtung des Radweges am besondere mit Blick auf die Sicherheit für Schulkinder zu verbessern, wurde mit Einverständnis von Sven Laube (UWW) in einen Prüfauftrag umgewandelt. Auch in diesem Fall zeigte sich, dass die Stadt Werne nur bedingt zuständig ist, wie Dr. Gehrke erläuterte. Dazu wolle man Rückfrage mit Straßen.NRW als Baulastträger halten. Ebenso wolle man prüfen, ob der von Schulkindern genutzte Weg über die Capeller Straße als sicherer Schulweg hinterlegt sei, so der KBW-Leiter.






















