Werne/Kreis Unna. An Halloween gehört es mittlerweile auch in hiesigen Breitengraden dazu, dass Kinder verkleidet von Tür zu Tür ziehen und um Süßes bitten. Bei Halloween 2026 aber gab es landesweit offenbar besonders viele Fälle, in denen Schokoriegel und Kaubonbons manipuliert wurden – eine diesbezügliche Anzeige gibt es auch in Werne.
In vielen Medien wurde zuletzt darüber berichtet, dass Eltern oder Kinder Nadeln, Schrauben und andere gefährliche Gegenstände in Halloween-Süßigkeiten gefunden haben. Eine erste Meldung gibt es auch in der Lippestadt.
Eine Anzeige zu einer solchen Entdeckung ist bei der Polizei eingegangen. Hintergründe dazu sind in den Sozialen Medien nachlesbar. Demnach soll eine Nadel in einer Süßigkeit gefunden worden sein. Eingesammelt wurde die von Schokolade umhüllte Süßigkeit durch Kinder einer Gruppe aus einer in Werne ansässigen Kinder- und Jugendhilfe-Einrichtung.
Die Polizei rät grundsätzlich dazu, vorsichtig zu sein und sich die Süßigkeiten und ihre Verpackungen genau anzusehen und auf Beschädigungen zu überprüfen. Bei Auffälligkeiten sollte die Polizei informiert werden, sagt Bernd Pentrop, Leiter der Pressestelle der Kreispolizeibehörde Unna auf Anfrage.
„Das ist eine perfide Masche, die deutschlandweit um sich greift“, erklärt der Polizeihauptkommissar weiter. Tatsächlich aber ist die Zahl der durch eine Anzeige gemeldeten Fälle in der näheren Umgebung überschaubar. Die Anzeige aus Werne ist bisher die Einzige im Kreis Unna. Ein weiterer Fund in Alt-Scharnhorst wurde am Donnerstag durch die Polizei Dortmund bekannt gemacht, die nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
Die Polizei weist darauf hin, dass Manipulationen teils äußerlich schwer erkennbar sein können. Verdächtige Süßigkeiten sollten keinesfalls probiert werden. Bei gefundenen Gegenständen bittet die Polizei darum, die Süßigkeiten einschließlich der Verpackung aufzubewahren. Die Fremdkörper sollten nicht eigenständig herausgezogen werden.
Die Ermittlungen in Werne laufen derzeit noch. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, bestätigt Bernd Pentrop. Die Einrichtung, die den Vorfall auf ihrer Facebook-Präsenz öffentlich gemacht hat, war telefonisch nicht erreichbar.
















