Stockum/Horst. Die schlechten Nachrichten für die Bürgerinnen und Bürger in Stockum reißen nicht ab. Während Arbeiten von Gelsenwasser im Bereich der Autobahnbrücke eine Vollsperrung der Stockumer Straße für drei Monate erzwingen, wird zeitgleich wohl auch die Hellstraße in Horst nicht befahrbar sein.
In einer Vorlage für den Bezirksausschuss, der am 3. März im großen Sitzungsraum (EG Stadthaus) auch öffentlich tagt, konkretisiert die Verwaltung die Maßnahme. So führe die Gelsenwasser Energienetze GmbH im Bereich der Autobahnbrücke Stockumer
Straße Leitungsbauarbeiten durch. Vorgesehen sei die Verlegung einer DN 300-Wasserleitung
in ein DN 500-Mantelrohr. „Für die Durchführung der Arbeiten ist eine Vollsperrung der Stockumer Straße im betroffenen Abschnitt erforderlich. Die Maßnahme beginnt am 13. April 2026 und ist nach derzeitigem Planungsstand bis voraussichtlich 13. Juli 2026 vorgesehen“, heißt es.
Nach Angaben von Gelsenwasser sei eine Verlegung in geschlossener Bauweise technisch nicht möglich, da im Baubereich eine Leitung der Open Grid Europe gekreuzt wird. Diese Kreuzung dürfe gemäß den geltenden technischen Regelwerken und Vorgaben des Leitungsbetreibers nicht in geschlossener Bauweise erfolgen; daher ist eine offene Verlegung zwingend erforderlich.
Zusätzlich sei zu berücksichtigen, dass die bestehende Wasserleitung im Bereich der Autobahnunterquerung bereits einen Rohrschaden aufgewiesen hat. Bei weiteren Schäden oder unvorhergesehenen Belastungen bestehe das Risiko einer erheblichen Versorgungsbeeinträchtigung. Im ungünstigsten Fall könnte der Stadtteil Stockum nur noch
über eine Transportleitung versorgt werden; im Schadensfall dieser Leitung wäre die
Versorgung des gesamten Stadtteils nicht sicher. Vor diesem Hintergrund sei die Maßnahme
auch aus Sicht der Versorgungssicherheit erforderlich.

Die Abstimmung erfolge mit den üblichen beteiligten Stellen (Polizei, Feuerwehr/Rettungsdienst, ÖPNV, Straßenbaulastträger – je nach Zuständigkeit). Speziell im Hinblick auf den ÖPNV können Änderungen der Fahrpläne und Haltepunkte entstehen, informiert die Verwaltung.

Kreis Unna plant Erneuerung der Hellstraße
Unabhängig von der Maßnahme an der Autobahnbrücke beabsichtigt der Kreis Unna, im selben
Zeitraum die geplante Erneuerung der Hellstraße durchzuführen. Nach aktuellem Stand soll
dies im Rahmen der Ausschreibung zeitlich entsprechend vorgesehen werden; ob die zeitliche
Parallelität tatsächlich umgesetzt werden kann, steht jedoch noch nicht abschließend fest, heißt es weiter in der Vorlage.
Auf Nachfrage von WERNEplus teilt die Pressestelle des Kreises Unna mit: „Die Submission für die Baumaßnahme K12, Hellstraße, wurde in der letzten Woche durchgeführt. Nach Sichtung der Angebotsunterlagen wird der Auftrag in den kommenden Tagen erteilt. Nach erforderlicher Bauvorbereitung ist mit einem Baubeginn im April zu rechnen.“ Dauer: ebenfalls drei Monate.

Sofern beide Maßnahmen zeitgleich umgesetzt werden, sei davon auszugehen, dass Stockumer
Straße und Hellstraße parallel voll gesperrt werden müssen, bemerkt die städtische Verwaltung. Und weiter heißt es: „Zur Entlastung und zum Schutz der Nebenstraßen soll der Kiwitzheidweg für den Schwerlastverkehr entsprechend gesperrt werden. Der Anliegerverkehr bleibt – soweit baubetrieblich möglich – bis an die jeweiligen Sperrstellen zulässig.
Die Umleitungsführung für den Schwerlastverkehr könne in beiden Fällen über den Nordring
erfolgen; Beschilderung und Verkehrsführung können abgestimmt bzw. gemeinsam genutzt werden. Dadurch werden einmalige Gewöhnungseffekte erreicht und Nebenstraßen durch eine
konsequente Umleitungsführung geschont, hofft die Stadt Werne.






















