Werne. Unter dem Titel „Von Schmuckstücken und Sorgenkindern“ hatte die Stadt Werne am Dienstagabend, 9. Juni 2026, zu einem Innenstadtspaziergang rund um Denkmalschutz und Denkmalpflege eingeladen.
Rund 20 interessierte Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich angeleitet von Petra Göbel, Leiterin der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Werne, in knapp zweieinhalb Stunden ein Bild von gelungenen Sanierungen, schwierigen Problemfällen und den besonderen Anforderungen eines historischen Stadtkerns zu machen.
Das Format bot zugleich Raum, sich über persönliche Erinnerungen und Erfahrungen rund um die Denkmäler der Werner Innenstadt auszutauschen. Begleitet wurde der Spaziergang von Planungsdezernent Ralf Bülte, Bürgerdialogmanagerin Dr. Linn Julia Temmann und Wirtschaftsförderin Justine Antoschak.
Unwiederbringliche Bausubstanz: „Was weg ist, ist weg“
Erste Station des Rundgangs war die Bonenstraße. Dort gab Petra Göbel zunächst eine Einführung in die Arbeit der Denkmalpflege, die Bedeutung des Denkmalschutzgesetzes NRW sowie die Instrumente der Innenstadtentwicklung – darunter der Gestaltungsleitfaden für die Innenstadt und das Fassadenprogramm.
Dabei machte Göbel auch deutlich, wie sich ihr eigener Blick auf historische Gebäude in den zehn Jahren bei der Stadtverwaltung verändert hat. Als Architektin in der freien Wirtschaft hatte sie viele Jahre eine eher pragmatische Sichtweise auf bauliche Entwicklungen.
Die Arbeit im Denkmalschutz habe ihr jedoch gezeigt, wie unwiederbringlich historische Bausubstanz ist. „Was weg ist, ist weg“, brachte es Göbel auf den Punkt. Gerade deshalb sei Denkmalpflege nicht nur eine fachliche Aufgabe, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Erhalt des Stadtbildes, der Stadtgeschichte und der lokalen Identität.

Verschiedene Stationen zeigen die Herausforderungen
Anschließend führte der Spaziergang zu weiteren Stationen in der Innenstadt. Im Mittelpunkt standen dabei sowohl gelungene Beispiele – die „Schmuckstücke“ – als auch Gebäude, bei denen Verfall, Eigentumsfragen oder rechtliche Verfahren die Entwicklung erschweren. Weitere Stationen waren unter anderem das Quartier Mäusebrunnen, der Marktplatz, das Kapuzinerkloster, die Südmauer und die Steinstraße.





















