Jagd erleben und Natur schützen: Hegering mit vielfältigem Programm

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Werne. Zur diesjährigen Mitgliederversammlung des Hegerings Werne am 20. März 2026 im Restaurant Wittenbrink’s Hof begrüßte Hegeringleiter Matthias Möllenhoff knapp 100 Mitglieder.

Den Auftakt setzte stimmungsvoll die Jagdhornbläsergruppe des Hegerings mit den Signalen „Sammeln der Jäger“ und „Begrüßung“. Besonders erfreulich: Die Bläsergruppe hat sich so verstärkt, dass sie erstmals seit vielen Jahren wieder aus eigener Kraft eine Hubertusmesse stemmen wird: 8. November 2026 in der Marien-Capelle in Horst. „Wer Interesse an der jagdlichen Blasmusik hat, kann die Gruppe auch noch verstärken“, erklärte Bläser-Obfrau Elisabeth Schulze Froning.

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Stabile Mitgliederzahl – mitgliederstärkster Hegering im Kreis

Der Hegering Werne ist gut aufgestellt: Mit 231 Mitgliedern bleibt die Mitgliederzahl stabil und der Hegering ist damit weiterhin der mitgliederstärkste im Kreis Unna. „Durch Neumitglieder konnten wir Austritte und verstorbene Mitglieder ausgleichen. Das zeigt, dass wir als Gemeinschaft attraktiv bleiben und Nachwuchs gewinnen“, freut sich Claudia Bleckmann, Geschäftsführerin des Hegerings.

Hubertus Glitz, Markus Smulka, Heinrich Wenige, Tamara Neumann und Johannes Laurenz (v.l.) freuen sich über die Anerkennung von Experte Ansgar Breuer (rechts). Die Gehörne dokumentieren erfolgreiche Revierarbeit und liefern wichtige Erkenntnisse über den Rehwildbestand im Hegering Werne.

Gehörnschau zeigt Vielfalt des Rehwildbestands

Ein Höhepunkt des Abends war die Gehörnschau, die Forstbauingenieur Ansgar Breuer durchführte. Gewohnt kurzweilig prämierte er die besten und außergewöhnlichsten Trophäen und zeigte, wie variantenreich der Rehwildbestand im Hegering Werne ist. Von kleinen Jährlingsspießern bis zu kapitalen Ernteböcken, die sieben bis acht Jahre alt sind – bei den mitgebrachten Gehörnen der Mitglieder war die gesamte Bandbreite vertreten. Mit Fachbegriffen wie starke Perlung, dicke Rosen, angeschliffener Stiftzahn oder enge Rosenstöcke konnte er selbst erfahrenen Jägern noch Tipps zur Altersbestimmung der Böcke geben.

Ehrungen standen bei der Mitgliederversammlung auch auf der Tagesordnung.

„Gemeinsam Jagd erleben“ am 9. Mai 2026

Ein zentrales Anliegen der Versammlung war auch der Aufruf zur Teilnahme an der Aktion „Gemeinsam Jagd erleben“, die am 9. Mai 2026 stattfindet. Im vergangenen Jahr wurde die Aktion hervorragend angenommen: 70 Jägerinnen und Jäger nahmen 70 Jagdinteressierte mit auf die Kanzel und brachten den Bürgerinnen und Bürgern die Jagd näher. Das Interesse war sogar so groß, dass es mehr Interessenten als verfügbare Plätze gab.

„Gerade in Zeiten, in denen die Jagd stärker in der öffentlichen Diskussion steht, ist der persönliche Austausch wichtig. Wir wollen Transparenz schaffen und den Dialog mit der Bevölkerung fördern“, betont Johannes Laurenz, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Unna. Alle Informationen zur Teilnahme und zur Anmeldung als Gastgeber-Revier finden sich unter: www.kjs-unna.de

Naturschutzprojekt „UNsere NAtur“ zeigt erste Erfolge

Laurenz berichtete auch über das Naturschutzprojekt „UNsere NAtur“, das die Kreisjägerschaft Unna gemeinsam mit der Stiftung Westfälische Kulturlandschaft seit dem Frühjahr 2025 umsetzt. Bereits auf rund 40 ha im Kreis Unna wurden Blühstreifen, Hecken und weitere Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität angelegt. Das Projekt unterstützt Landwirte und Jäger kostenlos bei der Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen und hilft beim oft komplizierten Fördermittelantrag. Weitere Informationen unter: www.kulturlandschaft.nrw

Dank einer starken Gemeinschaft, engagiertem Nachwuchs und großem Interesse an jagdlichen Themen blickt Hegeringleiter Möllenhoff zuversichtlich in die Zukunft: „Der Hegering Werne ist gut aufgestellt – Jagd ist traditionell und zukunftsorientiert!“

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