Dienstag, März 31, 2026

Konzept für „Wohnen an der Werthwiese“ kommt bei Politikern an

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Werne. Auf der Werthwiese am südlichen Ortsrand von Stockum soll in einem Mix aus Reihen-, Doppel-, Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern neuer Wohnraum entstehen. Wie angekündigt, wurde im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung (SPW) am Dienstag, 3. Februar 2026, das städtebauliche Konzept für neues „Wohnen an der Werthwiese“ präsentiert, das in der Runde gut ankam.

„Es ist die einzige größere, noch freie Fläche in Stockum unddie Vorbedingungen sind gut. Der Bedarf ist gegeben und die Eigentümer wollen entwickeln“, stellte Dezernent Ralf Bülte einleitend fest. Zu den Eigentümern zählt der Bauverein Lünen, der am nördlichen Rand der Fläche am Hugenpoth vier Bestandsmiethäuser besitzt, und dieses Angebot erweitern möchte.

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Das Konzept der Stadtplaner stellte Martin Bauer, Geschäftsführer des Büros Stadtquadrat Dortmund vor. Es sieht den Bau von etwa 116 Wohneinheiten vor, die sich in die vorhandene Siedlungsstruktur einfügen und nach Süden hin von dem grünen Rand des Radwegs auf der ehemaligen Bahntrasse eingefasst werden. Angrenzend an das ohnehin leicht abfallende Gelände des südlichen Bahndamms sollen drei Regenrückhaltebecken angelegt werden, die Niederschlagsmengen aufnehmen können.

Das Konzept enthält einen Mix aus verschiedenen Wohnformen, die nach Bedarf realisiert werden können.

Verkehrliche Anbindung, ÖPNV, Fuß- und Radwege

Die verkehrliche Anbindung an die Werner Straße sehen die Planer mit den Sammelstraßen Forstkamp, Pferdekamp und In der Eika gegeben. Die Haltestellen des ÖPNV (Nienkamp, La Taverna, Feldstraße) sind von dem Wohnquartier fußläufig zu erreichen. Fuß- und Radwegeverbindungen sollen das neue Wohnquartier an die bestehenden Siedlungsbereiche anbinden und zudem Zugangsmöglichkeiten zu angrenzenden Spielflächen und in Richtung ehemalige Bahntrasse schaffen.

Bauverein Lünen plant öffentlich geförderten Wohnraum

Der Bauverein Lünen hat Interesse bekundet, ein Neuangebot von Wohnraum zu schaffen, darunter öffentlich geförderte Wohnungen. Dazu würden die älteren Bestandshäuser acht Neubauten Platz machen. Ein Vorhaben, das der Stadt Werne nur Recht ist, weil es dem verankerten Ziel, bei Neubaugebieten mindestens 30 Prozent an gefördertem Wohnraum zu schaffen, entgegenkommt. Es könnten cirka 35 geförderte Wohnungen entstehen, sagte Bülte. Möglicherweise bleibe auch ein Bestandshaus des Bauvereins aus den 80er Jahren renoviert erhalten werden, ergänzte er.

Wie Martin Bauer ferner erläuterte, sind in dem Wohnquartier neben Wohnungen in Mehrfamilienhäusern auch geförderte Mietreihenhäuser angedacht. Die dreigeschossigen Bauverein-Häuser würden in die Fläche eingerückt und die Parkplätze davor am Hugenpoth angelegt.

Wohnquartier mit klaren Strukturen und Grünbereichen

Für das Wohnquartier habe man sich für eine klare Struktur entschieden, erläuterte Martin Bauer das Konzept. Rund um die vorhandene Hofstelle Diekmann sind offene Grünbereich geplant, ebenso im östlichen Teil, wo ein Grünbereich mit Platzcharakter vorgesehen ist.

Um den Hof Diekmann und im östlichen Bereich des Gebietes sind Grünbereiche vorgesehen, südlich der Bahntrasse findet sich die Regenrückhaltung.

Rund 80 Prozent der insgesamt 3,9 Hektar großen Fläche nehmen die Bauten (Bauverein, Hof, Wohnbaufläche) ein, rund 14 Prozent die Verkehrsflächen und rund sechs Prozent die Grünflächen, beziffert Bauer die Aufteilung. Der Entwurf der Planer sieht elf Doppelhäuser, vier Reihenhäuser, acht Mehrfamilienhäuser und 19 Einfamilienhäuser vor.

Allerdings wolle man bei den Wohnformen entlang der Nachfrage entscheiden, hieß es im Ausschuss. Das gelte auch für die Frage, ob das Baugebiet im Ganzen oder in mehreren Abschnitten entwickeln werde. Das Thema Baustellenverkehr und die damit verbundenen Belastungen nehme man ernst, versicherte Bülte. Es werde wie am Südring dann Absprachen mit der Baufirma geben.

„Weiß man, wie viele Wohnungen in Stockum leerstehen?, fragte Martina Haase (Die Linke) nach. Ralf Bülte verneinte und erklärte, dass die Verwaltung darauf auch keinen Einfluss habe. Die Eigentümerstrukturen seien sehr unterschiedlich.

Die "Werthwiese" soll zu Bauland entwickelt werden. Im Hintergrund ist die Bebauung am Hugenpoth zu sehen. Fotos: Wagner
Die „Werthwiese“ soll zu Bauland entwickelt werden. Im Hintergrund ist die Bebauung am Hugenpoth zu sehen. Fotos: Wagner

Für die wohnbauliche Entwicklung der zuvor landwirtschaftlichen Fläche sind die Änderung des Flächennutzungsplan (FNP) und die Aufstellung eines Bebauungsplans notwendig. Dafür müssen an anderer Stelle Wohnbauflächen zurückgenommen werden. Die Beschlüsse dazu sollen in der nächsten Sitzung gefasst werden.

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