Werne. Unter dem Titel „Schmerztherapie – mehr als Medikamente?“ fand am Freitag der Inklusionstreff Werne – Barrierefreie Teilhabe in den Räumlichkeiten der Jugendhilfe Werne „Das Bunte Haus“ statt.
Nach einem offenen Austausch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Interessierten begrüßte Projektleiter und Vereinsvorsitzender Marius Gellert die Referentin Dr. Angelika Neuenfeld, Leitende Oberärztin der Schmerztherapie am Christlichen Klinikum Unna.
In ihrem Vortrag machte Dr. Neuenfeld deutlich, dass moderne Schmerztherapie weit mehr umfasst als die Behandlung mit Medikamenten. Sie informierte über verschiedene Medikamentengruppen und erläuterte, wie eine ganzheitliche Schmerztherapie aufgebaut ist. Dabei ging sie auf die Möglichkeiten der Komplementärmedizin, die Bedeutung psychologischer Unterstützung, den Stellenwert der Physiotherapie sowie auf Eigenmaßnahmen ein, mit denen Betroffene ihre Schmerzen im Alltag positiv beeinflussen können.
Im Anschluss nutzten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, zahlreiche Fragen zu stellen und sich mit der Referentin auszutauschen. Der offene Dialog zeigte, wie groß das Interesse am Thema chronische Schmerzen und modernen Behandlungsmöglichkeiten ist.
Aufgrund der außergewöhnlich hohen Temperaturen von rund 40 Grad fiel die Teilnehmerzahl zwar geringer aus als ursprünglich erwartet. Die Anwesenden empfanden die kleinere Runde jedoch als besonders angenehm. Dadurch blieb deutlich mehr Zeit für persönliche Gespräche, individuelle Fragen und einen intensiven Austausch mit Frau Dr. Neuenfeld. Die Teilnehmer hoben hervor, dass auf ihre persönlichen Anliegen ausführlich eingegangen werden konnte und die Referentin sich für jede Frage ausreichend Zeit nahm. Auch Organisator Marius Gellert zeigte sich erfreut darüber, dass trotz der Hitze eine informative Veranstaltung in einer persönlichen und wertschätzenden Atmosphäre stattfinden konnte.
Um den Aufenthalt für alle möglichst angenehm zu gestalten, hatte der Verein verschiedene Vorkehrungen getroffen. Den Gästen wurden kostenlos kalte Getränke, Wassereis und Süßigkeiten zur Unterstützung des Kreislaufs angeboten. Zusätzlich sorgten Ventilatoren für eine angenehmere Raumtemperatur.
Zum Abschluss bedankte sich Marius Gellert bei Dr. Angelika Neuenfeld für ihren informativen und verständlichen Vortrag sowie für die Beantwortung der zahlreichen Fragen. Sein Dank galt außerdem allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die trotz der extremen Temperaturen den Weg nach Werne gefunden hatten.
Nächste Veranstaltung am 31. Juli 2026
Bereits jetzt lädt der Inklusionstreff Werne zur nächsten Veranstaltung am Freitag (31.07.2026) ein. Unter dem Titel „Pflegeberatung, Wohnraumanpassung und Gesundheitsversorgung“ informieren die Pflege- und Wohnberatung im Kreis Unna sowie der Mobile Gesundheitskiosk Kreis Unna über ihre Beratungs- und Unterstützungsangebote. Die Besucherinnen und Besucher erhalten Informationen rund um Pflege, barrierefreies Wohnen, Wohnraumanpassungen, Gesundheitsversorgung und wohnortnahe Hilfsangebote. Im Anschluss besteht ausreichend Zeit für persönliche Gespräche und Fragen.
Marius Gellert betonte zum Abschluss, wie wichtig der regelmäßige Austausch zwischen Betroffenen, Angehörigen und Fachleuten ist. Ziel des Inklusionstreffs Werne sei es, Wissen verständlich zu vermitteln, Hilfsangebote sichtbar zu machen und Menschen miteinander zu vernetzen.
Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und Projekten des Vereins finden Interessierte unter: www.rollstuhlgerecht-in-stadt-werne.de





















