Werne. Antworten suchten und fanden elf Teilnehmende Anfang September bei einem kleinen Spaziergang rund um die Freilichtbühne Werne mit Dr. Götz Loos. Ein kleiner Abstecher auf den angrenzenden Friedhof war auch dabei.
Insgesamt zweieinhalb Stunden begegneten sich Menschen, die interessiert waren an den Zusammenhängen von Boden, Luft und Wasser und welche Möglichkeiten es gibt, dem Klimawandel naturnah etwas zu entgegnen.
Der Vorsitzende der BIN, Karsten Wette, zeigte sich sichtlich erfreut über viele neue Gesichter, die selbst von Hamm und Langern angereist waren.
Götz Loos konnte für Werne und die Horne so manchen Vorteil gegenüber den im Offenland gelegenen Gewässern herausstellen und machte so Hoffnung und Freude über die in Werne vorgefundenen Biotope. „Wir befinden uns hier in einem Auenwäldchen“, beschrieb er den Lebensraum an der Freilichtbühne und antwortete sogleich auf die Frage eines Naturkenners beim Anblick von Stieleiche und Rotbuche: Welcher Baum ist konkurrenzstärker und hitzeresistenter? Antwort: Die Eiche, als Tiefwurzler, hält längere Hitzeperioden aus als der Flachwurzler Buche.
Natürlich wurden die einzelnen Eichenarten, Amerikanische Eiche oder Rot-Eiche und Stieleiche
unterschieden, und Exkurse in die Geschichte zum Thema Schweinemast in Eichenwäldern und deren Bedeutung der Mastjahre für die Landwirtschaft damals im Mittelalter fehlten wie immer nicht.
Auch die Unkenntnis der Menschen, die ihren Gartenmüll einfach in naturnahe Lebensräume entsorgt, überformen ursprüngliche Arten, und der hohe Stickstoffeintrag durch Hundekot, der nicht sachgerecht von Bürgern entsorgt wird, standen auf der Agenda.
Differenziert betrachtet wurden einige Brombeerarten, von denen es mehr als 80 im Kreis Unna gibt: Eine aus dem Bergland eingewanderte oder eingeschleppte Art sowie die Armenische Brombeere, ein invasiver Neubürger ursprünglich aus Gärten verwildert. Auch der hier wachsende Neophyt (Neubürger) Knallerbse oder Schneebeere wurde besprochen.
Am Ende waren die Teilnehmenden gut informiert, neue Erkenntnisse konnten gesammelt werden. Gestärkt wurde jedenfalls das Bewusstsein dafür, dass wildes Krautiges, kein Unkraut (dieser Begriff sei ohnehin ein Luxusproblem und deshalb unsinnig) durchaus auch mal stehen gelassen
werden kann. Themenwünsche zum Abschluss wurden an die BIN und Dr. Götz Loos formuliert.




















