„Nur ein Augenblick…“ – Solebad für mehr Kindersicherheit im Wasser

Anzeige

Werne. „Dein Kind kann in 20 Sekunden ertrinken. Lautlos.“ Die bundesweite Präventionskampagne „nureinenaugenblick“ setzt sich mit emotionaler Bildsprache und klaren Worten für mehr Kindersicherheit im Wasser ein. Das Solebad Werne schließt sich der Kampagne an und setzt sich somit aktiv für Aufklärung und Prävention ein.

„Jährlich ertrinken in Deutschland Kinder – oft lautlos, oft direkt neben ihren Eltern. Die Kampagne „nureinenaugenblick“ unter dem Hashtag #initiativeaugenblick, gestartet von morbitzer media in Kooperation mit Aquaferrum, möchte wachrütteln und Eltern sowie Begleitpersonen an ihre Verantwortung erinnern: „Ein Kind kann in 20 Sekunden ertrinken – und ein einziger Moment der Ablenkung kann tragisch enden“, schilderte Solebad-Geschäftsführer Jürgen Thöne die Motivation.

- Advertisement -

Plakativ und emotional – Appelle schaffen Aufmerksamkeit

Gemeinsam mit Bürgermeister Lars Hübchen appellierte er beim Mediengespräch im Solebad am Donnerstag, 7. Mai 2026, an Eltern und Betreuungspersonen, die mit den kleinen (Nicht-)Schwimmern Schwimmspaß nicht nur im Solebad, sondern auch beim Baden im See, im Fluss oder am Strand sicher genießen wollen, die Kinder im und am Wasser stets im Auge zu behalten.

„Es gibt immer mehr Kinder, die nicht schwimmen können. Wir wollen aufmerksam machen und stärker sensibilisieren“, setzte Hübchen zur gerade beginnenden Freibadsaison für die Stadt ein deutliches Zeichen. Die Kampagne „Nur ein Augenblick…“ komme ohne belehrenden Ton aus und mache dennoch eindringlich klar: „Passt auf.“

Hinzuschauen – im möglicherweise entscheidenden Augenblick – gehöre zur Verantwortung im Alltag. Das gelte, so der Bürgermeister, besonders auch an freien Gewässern, wenn eben zusätzlich kein geschultes Fachpersonal schnell eingreifen könne. Grundsätzlich liege auch in den Schwimmbädern die Aufsichtspflicht immer bei den Eltern oder den betreuenden Personen, betonte Jürgen Thöne nachdrücklich.

Ein Moment der Ablenkung: „Du siehst mich oder Du verlierst mich“

Das Solebad Werne bringt die Kampagnen-Motive passend zur Freibadsaison dorthin, wo sie wirken: direkt ins Schwimmbad. Plakate, Banner und mehrsprachige Flyer informieren die Badegäste gut sichtbar und eindringlich. Zusätzlich werden über Social Media und begleitende PR-Maßnahmen weitere Zielgruppen erreicht.

„Ein Moment der Ablenkung. Ein Handy. Und plötzlich ist alles anders“, es ist eben oft nur ein Augenblick. Im Flyer zur Kampagne wird es emotional: „Papa, du warst mein Held. Bis dein Handy wichtiger war als ich.“ – „Ich bin nicht mehr da. Weil du nicht da warst.“ – „Dein Blick rettet mein Leben.“ – „Du bist die Sicherheit. Kein Badepersonal, keine Schwimmflügel ersetzen deine Präsenz. Sicher im Wasser beginnt bei Dir. 58 Prozent der Kinder können am Ende der Grundschule nicht sicher schwimmen.“

411 Menschen sind 2024 in Deutschland ertrunken – viel davon waren Kinder – und auch 2025 war die Zahl mit 393 ähnlich hoch, nannte Jürgen Thöne die erschreckenden Zahlen (Quelle: Deutsche Lebensrettungsgesellschaft). „Es reicht nicht, zu hoffen. Es ist Zeit, hinzuschauen. Denn Sicherheit im Wasser beginnt nicht mit dem ersten Schwimmkurs. Sie beginnt mit Dir. Mit Deiner Aufmerksamkeit, Deiner Verantwortung.“

Sicherheits-Check auf einen Blick

Behalte dein Kind immer im Blick – wirklich immer. Bleib in Griffweite – besonders bei Nichtschwimmern. Kein Handy, kein Buch, kein „Ich bin gleich zurück.“ Schwimmhilfen sind kein Ersatz für Aufsicht. Vor dem Baden: Klare Regeln mit dem Kind besprechen. Kenne die Gefahrenzonen im Bad. Kinder nie unbeaufsichtigt duschen oder umziehen lassen. Kurz: Bleib präsent.

Im Notfall: Ruhig bleiben – aber sofort handeln. Kind in Not? Laut um Hilfe rufen, nicht weglaufen. Wenn möglich: Kind sofort aus dem Wasser holen. Badpersonal informieren. Erste Hilfe leisten.

„Eltern können Leben retten, wenn sie präsent und aufmerksam sind. Wir denken, dass die Aktion sehr gut zu unseren bisherigen Aktivitäten unter dem Motto ‚Werne lernt schwimmen – kann dein Kind schwimmen?‘ passt, und sehen uns in der Verantwortung, diesen Appell mitzutragen“, so Jürgen Thöne.

Informationen:

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf den Button unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Weitere Informationen
Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

7:1 gegen den TV – Hockey Uniteds U12 eilt zum nächsten Derbysieg

Werne. Mit guten Ergebnissen sind nun alle Nachwuchsteams von Hockey United Werne in die Kleinfeldsaison 2026 des Bezirks Westfalen gestartet. Von der U8 bis...

Kinderkirche in St. Konrad: „Jesus bittet und betet für seine Freunde“

Werne. Die Pfarrgemeinde St. Christophorus lädt wieder alle Familien mit Kleinkindern zur Kinderkirche St. Konrad ein.  Am Sonntag, 17. Mai, um 10.30 Uhr lautet das...

LWL-Wanderausstellung „Mission machen“ im Stadtmuseum

Werne. Handwerk ist weit mehr als Tradition und Technik – es ist Fachwissen, Einfallsreichtum und gesellschaftliche Verantwortung. Wie vielfältig das Handwerk bis heute in...

Ehrentag zum Grundgesetz-Geburtstag: Drei Mitmach-Aktionen

Werne. Das Grundgesetz feiert am 23. Mai 2026 Geburtstag. Aus diesem Grund hat Bundespräsident Frank Walter Steinmeier den Ehrentag dazu ins Leben gerufen. Im...