Werne. Beim zweiten Anlauf hat es geklappt. Der Verein „Rollstuhlgerecht in Stadt Werne“ (RGW) ist gegründet. Aus organisatorischen und juristischen Gründen musste die Gründungsversammlung vom November 2025 am vergangenen Wochenende wiederholt werden. Zum Vorsitzenden des neuen Vereins wurde Marius Gellert einstimmig gewählt.
Die Gründungsversammlung musste ein zweites Mal zusammenkommen, weil unter anderem das Finanzamt die damals beschlossene Vereinssatzung nicht anerkennen wollte. Außerdem, so erklärte Gellert, habe das ursprüngliche Konzept im Blick auf die angespannte Kassenlage der Stadt Werne nachgeschärft werden müssen.
Die Väter und Mütter des neuen Vereins haben es sich zum Ziel gesetzt, den Belangen behinderter Menschen in Werne und seinem Umland eine breitere Basis im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verschaffen. Auf diesen Punkt ging Marius Gellert zu Beginn der Gründungsversammlung ein. Gerade heute sei es wichtiger denn je, zusammenzustehen und die Rechte auf Inklusion für alle Betroffenen einzufordern.
Der RGW ist, so schilderte Gellert das zukünftige Aufgabenprofil, nicht nur für die Rollstuhlfahrer da. Auch andere Gruppen, wie beispielsweise Seh- und Hörbehinderte sollten im RGW eine Plattform finden. Als Beispiel nannte er die Bemühungen um eine mobile Toilette für alle Behindertengruppen, die bei öffentlichen Veranstaltungen von Vereinen oder der Stadtverwaltung eingesetzt werden soll. Wie Gellert betonte, dürfe der Verein aus markenschutzrechtlichen Gründen nicht mehr von einer „Toilette für alle“ reden.
Neben dem neuen Verein „Rollstuhlgerecht in Stadt Werne“ gibt es nach wie vor die Selbsthilfegruppe „Inklusionstreff Werne – barrierefreie Teilhabe“, die wie der RGW von Marius Gellert geleitet wird. Zum Unterschied von beiden Aktionsformen meinte der Vorsitzende: „Die Selbsthilfegruppe ist ein offenes Angebot für Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige und sonstigen Interessierte.“ Als Aufgaben für die Selbsthilfegruppe listete Gellert unter anderem die Austauschmöglichkeit zwischen den Betroffenen und die Information über Rechte und Möglichkeiten auf. Dazu gehörten unter anderem die monatlichen Versammlungen, zu denen, je nach Thema, Vertreter aus Verbänden, Parteien und dem Stadtrat und der Verwaltung eingeladen werden können.
Im Gegensatz dazu handelt es sich bei dem neuen Verein um eine „organisatorische und rechtliche Struktur“ bei der die Umsetzung konkreter Projekte im Bereich Barrierefreiheit im Mittelpunkt stünde“. Als weitere Aufgaben nannte der Vorsitzende die Öffentlichkeitsarbeit und Initiativen zu Spendenaktionen und die Ausschau auf finanzielle Fördermöglichkeiten.
Die Vorstandschaft setzt sich aus folgenden Personen zusammen – Vorsitz: Marius Gellert, stellvertretende Vorsitzende: Annika Garbacziok, Kassenwart: Sascha Kureck, Presse: Hermann-Peter Steinmüller.
Der Beirat besteht aus: Ümran Kanar – Beratung beim Autokauf und Umbau, sowie bei der Hilfsmittelversorgung Schwerpunktgruppe: Berufstätige. Eva Voß (Pflege, Senioren, Sicherheit im öffentlichen Bereich und Gehbehinderte), Jaymé Rieck (Jugendarbeit, Umwelt, Politik).
Ansprechpartner für Verein und Selbsthilfegruppe ist Marius Gellert Tel.: 0163-373514.






















