Werne. Neue Zahlen im Schulentwicklungsplan weisen auf einen geänderten Raumbedarf am Anne-Frank-Gymnasium hin und machen so eine zusätzlich Beratung über die Entscheidung „Sanierung oder Schulneubau“ erforderlich. Darüber informiert Kathrin Kötter (Leitung Abteilung Bildung, Kultur und Sport) heute in einer Medienmitteilung: „Um eine verlässliche Entscheidung zu treffen, werden die Kosten neu kalkuliert – der Beschluss im Stadtrat verschiebt sich deshalb auf Dezember“, heißt es darin.
Die frisch vorgelegte Schulentwicklungsplanung zeige, dass sich die benötigten Raumflächen gegenüber den Berechnungen aus dem Jahr 2023 spürbar verändert hätten – in manchen Bereichen werde mehr, in anderen weniger Platz gebraucht. Weil aber geänderte Raumbedarfe direkte Auswirkungen auf die Gesamtkosten aller Bauvarianten hätten, schlage die Stadtverwaltung vor, das Raumprogramm und die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung auf dieser neuen Grundlage anzupassen.
Genauigkeit vor Schnelligkeit bei einem Millionenprojekt
Eigentlich sollte der Stadtrat bereits am 14. Oktober 2026 eine finale Entscheidung zu den Sanierungsmaßnahmen am Anne-Frank-Gymnasium treffen. Um allen Beteiligten verlässliche Zahlen an die Hand zu geben, werde der Beschluss nun verschoben, heißt es weiter.
„Wir wissen, dass die Schulgemeinschaft gespannt auf eine Entscheidung wartet und bedauern die Entwicklung daher sehr“, betont Frank Gründken als zuständiger Schuldezernent. „Auch wir hätten gerne in der Ratssitzung am 14. Oktober eine Entscheidung herbeigeführt. Da es sich hier um eine Entscheidung von erheblicher finanzieller Tragweite handelt, die zugleich die Entwicklung des Anne Frank-Gymnasiums für viele Jahre prägen wird, möchten wir den politischen Entscheidern eine transparente Grundlage und ausreichend Zeit für kritische Nachfragen bieten. Daher haben wir uns nach Betrachtung der Ergebnisse der Schulentwicklungsplanung für Genauigkeit vor Schnelligkeit entschieden.“ Die finale Entscheidung im Stadtrat werde daher voraussichtlich in der Sitzung am 9. Dezember 2026 fallen.
Hintergrund
Parallel zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sei auch die Schulentwicklungsplanung für die Stadt Werne aktualisiert worden. „Die Ergebnisse liegen der Schulverwaltung seit wenigen Tagen vor und die Vorstellung steht auf der Tagesordnung der kommenden Sitzung des Schul- und Sportausschusses am Mittwoch, 30. September 26 (17.30 Uhr, Stadthaus, EG, großer Sitzungsraum). Der Schulentwicklungsplan enthält neben einer Fortschreibung der Schülerzahlen auch eine Beurteilung des Raumbestands und Raumbedarfs“, informiert die Verwaltung.




















