Solebad-Bilanz 2025: Stadt schießt wieder 2,7 Millionen Euro zu

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Werne. Das Jahresergebnis 2025 des städtischen Bäderbetriebs weist ein dickes Defizit aus, das aus Mitteln der Kapitalrücklage abgedeckt werden soll.

2,727 Millionen Euro fehlten unterm Strich. Damit ist die Bilanz zwar um 175.000 Euro besser als im Jahr 2024 (2,9 Mio. Euro), bewegt sich aber auf dem gleichen hohen Niveau von 2023. Die Zahlen trug am vergangenen Donnerstag (25.06.2026) Nicole Lichy-Kresken, Wirtschaftsprüferin der Dr. Heilmaier & Partner GmbH, im Badausschuss vor.

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Wie gewohnt komme der Kapitalzuschuss für die Natur-Solebad GmbH aus dem städtischen Haushalt. Der Bäderbetrieb tritt als Verpächter auf, sorgt durch die Zuschüsse für die Liquididät des Bades.

Das Geschäftsjahr 2025 sei wie das Jahr 2024 noch von der Erneuerung der Energieversorgung des Solebades geprägt gewesen, da es in einzelnen Teilbereichen zu zeitlichen Verzögerungen
gekommen ist. Mittlerweile konnte die Baumaßnahme im Frühjahr 2026 abgeschlossen werden und das Hauptaugenmerk liegt nunmehr im Aufbau des Monitorings.

Neben der Energieversorgung wurden keine größeren Investitionen im Solebad vorgenommen. Dies gehe mit einem zu erwartenden Anstieg der Wartungs- und Unterhaltungskosten im siebten Betriebsjahr einher. „Diese Entwicklung macht sich auch im Jahresabschluss bemerkbar und ist an steigenden Aufwendungen erkennbar“, so Nicole Lichy-Kresken in ihren Ausführungen. Beim gestiegenen Materialaufwand mache sich der Abriss des Lehrschwimmbeckens (Kosten: 77.000 Euro) bemerkbar.

Unter normalen und prognostizierten Umständen erreicht das Bad mittlerweile die Spitze der erwart- und planbaren Besucherzahlen. Diese waren 2025 auf 311.627 gestiegen.

Von weiter steigenden Besucherzahlen kann nicht unbedingt ausgegangen werden. Zudem ist zumindest von einer Stabilisierung der Energiekosten auf einem hohen Niveau auszugehen. Unter der Berücksichtigung dieser Tendenzen ist eine Weiterentwicklung des Bades zwingend geboten, um den Zuschussbedarf des Bades einigermaßen stabil zu halten. Aus diesem Grund entwickelt die Geschäftsführung Handlungsmöglichkeiten im Rahmen einer Fünf-Jahres-Planung mit dem Thema „Vision 2030“. Trotz Eröffnung von zwei Bädern in unmittelbarer Nachbarschaft ist das Solebad weiterhin gut am Markt platziert. Hier macht sich insbesondere das Alleinstellungsmerkmal des Solebereichs bemerkbar, hieß es weiter im Bericht der Wirtschaftsprüferin.

„Es besteht wegen der Zuschüsse kein Insolvenzrisiko, doch ein Risiko von mehr Geld aus dem städtischen Haushalt. Ein Bad ist nicht kostendeckend, sondern als ‚Daseinsvorsorge‘ zu betrachten“, so Lichy-Kresken abschließend.

Im Zwischenbericht 2026 der Bäderbetriebe der Stadt Werne berichtete Geschäftsführer Frank Gründken von einem deutlich besseren Ergebnis (knapp 30.000 Euro) im ersten Quartal als kalkuliert. „Wir freuen uns, dass die energetische Sanierung fruchtet und sich als gute Idee erwiesen hat“, bemerkte Claudia Lange (FDP).

Die Badausschussmitglieder beschlossen den Jahresabschluss 2025 einstimmig und nahmen den Zwischenbericht zur Kenntnis.

Positiv entwickeln sich die Besucherzahlen im Solebad Werne. So erzielte die Freizeiteinrichtung am 24. Juni 2026 einen Allzeit-Rekord für einen Mittwoch außerhalb der Ferien. 1.800 Besucher/innen passierten die Eingangstore. „Wir sind bei den Zahlen leicht im Plus und sind bei diesem Sommer auf einem guten Weg, dieses zu halten“, betonte Badleiter Jürgen Thöne. Erfolgreich laufen auch die Kursangebote, mit 86 an der Zahl und insgesamt 663 Teilnehmenden.

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