Werne. Das St. Christophorus Krankenhaus Werne hat entschieden, das vollstationäre schmerztherapeutische Versorgungsangebot in Werne nicht weiterzuführen. Darüber informiert Dr. med. Daniel Dreyer, Sprecher der KLW St. Paulus GmbH.
In der Pressemitteilung heißt es: „Die schmerztherapeutische Versorgung der Patientinnen und Patienten ist weiterhin sichergestellt: Die ambulante Behandlung erfolgt wie bisher am Standort Lünen, während die stationäre Versorgung innerhalb des Paulus-Verbundes am Marienhospital Schwerte gewährleistet ist.“
Gründe für die Entscheidung seien abrechnungstechnische Vorgaben, der politisch erzeugte Kostendruck auf die Kliniken und der allgemeine Trend zur ambulanten Versorgung, erklärte die Geschäftsführerin Julia Alexandra Schütte: „Die Sektion Schmerzmedizin hat stets sehr gute Arbeit geleistet. Aber aufgrund abrechnungstechnischer Vorgaben für die fachliche Besetzung einer vollstationären Schmerztherapie und angesichts des Trends zur Ambulantisierung drohen Finanzrisiken für die Sektion, die auf Dauer nicht zu verantworten sind. Deshalb haben wir uns nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung entschieden, die Sektion Schmerzmedizin zu schließen.“
Die Sektion Schmerzmedizin wurde zuletzt von Dr. Claudia Bald geleitet.
Durch die wirtschaftliche Lage und die Gesundheitsreform der Bundesregierung seien alle Krankenhäuser gezwungen, Kosten zu senken und Finanzrisiken zu minimieren. Wegen des vom Bundestag beschlossenen GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes würden die Einnahmen für die Kliniken sinken, während die Kosten weiter steigen, heißt es abschließend.

















