Surfpark Werne: Planungen fast abgeschlossen – Baustart rückt näher

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Werne. Von der Idee, in Werne einen Surfpark zu errichten, bis zum ersten Spatenstich seien nun mehr als 15 Jahre vergangen. „Diesen Atem muss man erst einmal haben“, so Projektentwickler Prof. Dr. Michael Detering während der Versammlung der Wirtschaftsvereinigung Wir für Werne. Er hatte gute Nachrichten mitgebracht.

In den nächsten acht Wochen, also im Oktober oder November, soll der Baustart erfolgen – gut sechs Jahre, nachdem man mit dem Vorhaben an die Öffentlichkeit gegangen war. „20 intensive Baumonate liegen dann vor uns“, betonte Michael Detering, der den Betrieb im Frühsommer 2028 aufnehmen will.

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Die Planungen für das Doppelprojekt SURFWRLD & SCNCWAVE auf der alten Zechenbrache in Werne seien abgeschlossen, es sei „rechtssicher und rund“. In seinem Vortrag bemängelte der Professor für Wasserbau und Wasserwirtschaft (RWTH Aachen) die hohen bürokratischen Hürden: „In den USA hätten es zwei Jahre gedauert, in China neun bis zwölf Monate bis zu einem rechtskräftigen Bebauungsplan.“

Prof. Dr. Michael Detering präsentierte während der Mitgliederversammlung von Wir für Werne den aktuellen Stand des Surfpark-Projektes. Archivfoto: Wagner
Prof. Dr. Michael Detering präsentierte während der Mitgliederversammlung von Wir für Werne den aktuellen Stand des Surfpark-Projektes. Archivfoto: Wagner

Auf dem circa 17 Hektar großen Areal der ehemaligen Zeche Werne – etwas größer als der gesamte Innenstadtkern von Werne – soll in den kommenden Jahren ein „Zukunftsort für Bewegung, Begegnung und Wissenschaft“ entstehen: die SURFWRLD soll als moderne Surf- und Freizeitanlage Menschen aus ganz Europa anziehen, SCNCWAVE neue Wege für Forschung und Entwicklung im Bereich Hydrodynamik, maritime Technik und Erneuerbare Energien entwickeln.

Detering skizzierte den langen Weg dorthin mit Höhen und vielen Tiefen. „Als wir die beantragten Fördermittel nicht erhalten haben, war das ein schwerer Schlag. Da dachten die Ersten, das Projekt sei vorbei. Doch inzwischen sind fast alle Baugenehmigungen da, so dass es bald endlich losgehen kann“, sagte er.

Im ersten Bauabschnitt im westlichen Bereich des Areals entstehen das große Wellenbecken sowie das Hauptgebäude mit Gastronomie, Surfshop und -verleih, Tagungsbereich für 400 Teilnehmende, Büros und Hostel (16 Zimmer, 34 Betten).

Der Surfpark soll auch mit Küstenambiente punkten. Die Besucher/innne erreichen das Wellenbecken über einen Deich mit typischer Vegetation, Sand und eine Strandarchitektur für das Hauptgebäude, entworfen vom „zweitbesten Szenenbildner Deutschlands“ sorgen für Atmosphäre.

Wann in Werne die ersten über zwei Meter hohen Wellen rollen werden, darauf gab Prof. Dr. Michael Detering den anwesenden Mitgliedern von Wir für Werne die Antwort. Die Bagger werden zeitnah zum ersten Spatenstich anrücken.

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