Werne. Eigentlich sollte die Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Hotel 12 Bäume schon vor einem Jahr „ans Netz“ gehen, doch Umbauarbeiten im Bereich der Rettungswege sorgten für eine monatelange Verzögerung. Nun steht der Bereitstellungstermin fest.
„Eine Übernahme des Unterkunftsbereichs zum 1. September 2026 konnte aufgrund von Verzögerungen bei den Umbaumaßnahmen nicht wie ankündigt stattfinden. Mittlerweile ist der größte Teil der Restarbeiten abgeschlossen und wir gehen von einer Übernahme zu Ende September 2026 aus“, erklärt Stefanie Benting, zuständige Dezernentin für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Soziales.
Danach müsse der Unterkunftsbereich eingerichtet bzw. hergerichtet werden. Anschließend könne das Gebäude in Betrieb genommen werden, heißt es weiter.
Zur Eröffnung ist ein „Tag der offenen Tür“ geplant, der Ende Oktober bzw. Anfang November stattfinden soll.
Neben verschiedenen großen Mehrbettzimmern sind auch Wohnungen für Familien in der Unterkunft vorgesehen. Ebenso sind Gemeinschaftsraum und -küche entstanden.
Eine Grundsanierung war wegen des guten Zustands des Gebäude indes nicht erforderlich. In etwa für 70 Personen soll das einstige Hotel Platz bieten.
Das ehemalige Möbelhaus Reuter-Tönies, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingsbewegung 2015/16 zur Unterkunft umgebaut, ist schon seit Monaten freigezogen. Informationen zur Vermarktung bzw. Entwicklung der Fläche liegen weiterhin nicht vor.

AGF und Tafel haben Betrieb aufgenommen
Während in die Zimmer und Wohnungen noch keine Menschen eingezogen sind, haben die Arbeitsgemeinschaft Flüchtlinge (AGF) sowie die Tafel Kreis Unna ihre Räumlichkeiten planmäßig Mitte August übernommen und den Regelbetrieb aufgenommen.
Die Anlaufstelle der Flüchtlingsinitiative ist über den Eingang am Burenkamp 19 erreichbar. Montags und donnerstags von 13.30 bis 15 Uhr finden unterschiedliche Beratungsangebote statt. Unterstützt werden die Ehrenamtlichen von den städtischen Mitarbeiterinnen Sabine Krause und Mareike Zimmermann.
Die Suche nach bezahlbarem Wohnraum sei nach wie vor das bestimmende Thema, erläutert Zimmermann. Menschen aus der Ukraine oder Syrien suchen am häufigsten Unterstützung. „Den neuen Standort haben die Geflüchteten schnell gefunden. Wir haben immer viel zu tun“, sagt die AGF-Vorsitzende Annette Maru. Auch Ulla Rinnen, seit der Gründung im Jahr 2016 mit dabei, hilft bei den Beratungen mit. Ludger Trepper ist montags anzutreffen. Er bemüht sich, die Hilfesuchenden „in Arbeit zu bringen“.
Montagvormittag ab 10 Uhr findet zudem ein Sprachcafé im „Treff am Holtkamp“ statt. Interessierte sind jederzeit gerne gesehen. Zukünftig solle diese Art des Sprachtrainings auch in den Räumlichkeiten am Burenkamp 19 angeboten werden.




















