Werne. Die neue Unternehmensbefragung der Wirtschaftsförderung Werne liegt vor. Dafür wurden 2025 Fragebögen an 265 Unternehmen verschickt. Mit der umfassenden Abfrage wird ausgelotet, welchen Herausforderungen, Bedürfnissen und Zukunftsperspektiven sich die Firmen gegenüber sehen. Daraus sollen gezielte Maßnahmen für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts abgeleitet werden.
67 Firmen unterschiedlicher Größe haben die Fragen zu den fünf Kategorien „Standortbewertung“, „Fachkräftesituation“, „Gewerbeflächensituation“, „Herausforderungen“ und „Arbeit der Wirtschaftsförderung“ beantwortet.
Am Dienstag, 3. Februar 2026, werden die Ergebnisse im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung vorgestellt (17.30 Uhr, Stadthaus, großer Sitzungsraum EG).
Das Team der Wirtschaftsförderung um Leiter Matthias Stiller hat die Antworten ausgewertet und zeigt in der Präsentation auf, wo die Unternehmen die Stärken und Herausforderungen des Wirtschaftsstandorts Werne verorten.

Standortzufriedenheit nun Erweiterungspläne
Gute Noten („sehr zufrieden“ und „zufrieden“) vergaben laut Sitzungsvorlage immerhin 69 Prozent der Unternehmen und steigerten die Standortzufriedenheit im Vergleich zur 2021, als der Wert bei 61 Prozent lag. Die Top 3 der Stärken war erstens die Lebensqualität, zweitens die Verkehrsanbindung und drittens die Radverkehrsanbindung. Schlecht bewertet wurden hingegen Kriterien wie die Verfügbarkeit von Wohnraum, von Gewerbeflächen und -immobilien sowie das Preisniveau von Wohnraum.
Interessant ist auch der Blick auf die Erweiterungspläne der Unternehmen. Demnach planen mehr als die Hälfte der beteiligten Unternehmen, ihre Betriebe innerhalb der nächsten fünf Jahre zu vergrößern. 25,4 Prozent wollen demnach auf der bestehenden Betriebsfläche wachsen, weitere 28,4 Prozent benötigten nach zusätzliche bzw. andere Flächen. 46,3 Prozent hätten hingegen derzeit keine Erweiterungsbedarfe, heißt es dazu in der Sitzungsvorlage.

Großer Bedarf an Gewerbeflächen und Fachkräften
Für Gewerbeflächen wurden insgesamt 506.350 Quadratmeter genannt Für zusätzliche Gewerbeimmobilien summieren sich die Angaben auf 65.650 Quadratmeter. Im Vergleich zur Befragung 2021 ist das ein starker Anstieg. Damals lagen die Summen bei 305.000 Quadratmeter (Gewerbeflächen) bzw. 9.000 Quadratmeter (Gewerbeimmobilien), lautet der Vergleich.
Herausforderungen sehen 63 Prozent der Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften. „Dies ist der Spitzenwert“, ordnet die Wirtschaftsförderung ein. Bürokratische Hemmnisse, insbesondere durch Bund und EU, werden den Unternehmen auferlegt. Die Bürokratie der kommunalen Verwaltung wurde dagegen mit nur 21 Prozent der Nennungen deutlich weniger herausfordernd wahrgenommen. Immerhin 43 Prozent sehen die Digitalisierung als weitere Herausforderung an.






















