VKU: Neue Schulbuslinien sorgten für Verwirrung

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Werne. Die Kritik am neuen Fahrplan der VKU reißt nicht ab. Probleme gab es auch bei den Schulbusverbindungen. Fünf Familien reichten nach eigenen Angaben am vergangenen Donnerstag (28. Mai 2026) eine Beschwerde bei der Uhlandschule ein.

In dem Schreiben kritisieren sie vor allem die kurzfristige Umbenennung von Schulbuslinien. Über die Änderungen habe es weder seitens der Verkehrsbetriebe Kreis Unna noch durch die Schule ausreichende Informationen gegeben.

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Inzwischen hat die Sprecherin der Familien, Anica Schubert, erfahren, dass die Uhlandschule über die geänderten Busnummern ebenfalls nicht in Kenntnis gesetzt worden war. Am Mittwoch (3. Juni 2026) leitete die Schule dann in einem digitalen Elternbrief ein Schreiben der VKU weiter.

Nicht rechtzeitig informiert

Darin hieß es, dass „im Rahmen der Umsetzung des Nahverkehrsplans im Kreis Unna in einigen Kommunen, so auch in Werne, die Linienbezeichnungen der Schülerlinien angepasst werden mussten“. Die Schülerlinien würden nun kreisweit als 100er-Linien geführt. Aus der Linie 625 wird beispielsweise die 165.

Aufgrund des Fahrplanwechsels würden außerdem einige Schulfahrten von anderen Verkehrsunternehmen durchgeführt als bisher. Die VKU teilte der Schule weiterhin mit, dass sich die Neuplanung des Liniennetzes auch auf die Beschilderung und die ausgehängten Fahrpläne an den Haltestellen auswirke. „Diese werden auch in Werne in den kommenden Wochen sukzessive ausgetauscht.“

Diese Änderungen seien jedoch nicht frühzeitig kommuniziert worden, sagte Anica Schubert. Grundschulkinder hätten deshalb an mehreren Haltestellen nicht gewusst, welchen Bus sie nutzen müssten. Das betraf unter anderem die Haltestellen Höltingweg, Hönnemann, Pagensstraße, Grevinghof und Selmer Landstraße. „Die VKU hat an Bushaltestellen im Bereich der Pagensstraße die Fahrpläne abgenommen und darunter einen QR-Code zu den neuen Plänen angebracht“, fügte Schubert hinzu. Aber Kinder würden nicht automatisch einen QR-Code scannen, zumal sie die Handys nicht mit zur Schule nehmen. Außerdem hätten an den Haltestellen noch die alten Liniennummern gestanden. „Die Kinder kennen ihre gewohnten Busse und Fahrer, jetzt waren sie verunsichert“, sagte die Mutter. Im Beschwerdebrief wurde das Problem ebenfalls formuliert: „Wir lehren unsere Kinder, nicht mit Fremden mitzugehen oder in fremde Autos einzusteigen; wie sollen sie dann sicher in einen Bus einsteigen, dessen Identität und Fahrziel ihnen unklar sind?“

An falscher Haltestelle abgesetzt

Vereinzelt seien Busse an Haltestellen vorbeigefahren, ohne Kinder mitzunehmen. In einem Fall mussten zwei Kinder zudem an einer anderen Haltestelle als gewohnt aussteigen und anderthalb Kilometer nach Hause laufen. „Die beiden haben dem Busfahrer unter Tränen erklärt, dass Moorbecke nicht ihre Haltestelle sei. Der Fahrer habe jedoch darauf bestanden, sie müssten dort aussteigen. Die beiden kamen dann völlig aufgelöst zu Hause an“, berichtet Schubert über die beiden Nachbarskinder. Die VKU habe sich bei der Mutter für den Vorfall entschuldigt.

Inzwischen hat sich die Lage beruhigt. „Jetzt funktioniert alles, die Kinder kommen gut weg und wieder nach Hause“, sagt Schubert.

Die Redaktion hat die VKU am Montag um eine Stellungnahme zur Beschwerde der Eltern gebeten. Eine Antwort lag bis Mittwochabend nicht vor.

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