Werne. Westnetz hat mit dem Bau der neuen Umspannanlage Schmintrup (UA Schmintrup) im Bereich Stiegenkamp begonnen. Zum offiziellen Start der Arbeiten trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Werne, des Verteilnetzbetreibers sowie des für den Hoch- und Tiefbau beauftragten Unternehmens Bernhard Heckmann aus Hamm zum symbolischen Spatenstich.
Zunächst wird der Oberboden abgetragen, bevor der Stahlbetonbau für die Betriebsmittelfundamente und das Betriebsgebäude beginnt. Im Anschluss entstehen die Entwässerungsanlage sowie – ab 2027 – die elektrotechnischen Anlagen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme sind für 2028 geplant, informiert das Unternehmen in einer Pressemitteilung.
„Mit dem Baubeginn setzen wir einen wichtigen Meilenstein für die zukünftige Energieversorgung in Werne und der gesamten Region“, sagt Lena Gast, Projektleiterin bei Westnetz und verantwortlich für den Bau der UA Schmintrup. Die neue Umspannanlage schaffe die Voraussetzungen dafür, steigende Leistungsanforderungen zuverlässig zu bedienen und gleichzeitig die Energiewende vor Ort weiter voranzubringen.
Der Bau der neuen Umspannanlage sei notwendig, da immer mehr lokale Unternehmen höhere Leistungen anfragen – etwa für die Elektrifizierung ihrer Fahrzeugflotten oder für zusätzliche maschinelle Produktions- und Verarbeitungsverfahren. Zudem speisen immer mehr Photovoltaik- und Windkraftanlagen grüne Energie ins Netz ein. Auch Ladeparkbetreiber haben entsprechende Leistungsbedarfe angemeldet. „Werne entwickelt sich dynamisch – wirtschaftlich wie energetisch. Die neue Umspannanlage ist ein zentraler Baustein dafür, dass wir diesen Weg weiterhin verlässlich gehen können“, sagt Lars Hübchen, Bürgermeister der Stadt Werne. „Sie schafft eine wichtige Infrastrukturvoraussetzung für Unternehmen, unterstützt klimafreundliche Mobilität und erhöht die Versorgungssicherheit für unsere Bürgerinnen und Bürger.“
Neben der bestehenden Umspannanlage in der Lippestraße wird die Umspannanlage Schmintrup künftig das zweite Umspannwerk im Stadtgebiet sein und zusätzliche Kapazitäten für die Zukunft schaffen.
Die neue Anlage wird mit modernster Technik ausgestattet und erhöht somit die Leistungsfähigkeit und Ausfallsicherheit des Stromnetzes in Werne und Umgebung. Digitale Betriebsmittel sorgen für eine optimierte Netzauslastung und ermöglichen es, Energie flexibel bereitzustellen – etwa dann, wenn der regionale Bedarf zeitweise über der regionalen Erzeugung liegt. Gleichzeitig schafft die Anlage wichtige Reserven für weitere Netzanschlüsse. Als Teil des überregionalen Stromnetzes verbindet eine Umspannanlage unterschiedliche Spannungsebenen. In Werne wird die neue Anlage elektrische Energie von 110.000 auf 10.000 Volt transformieren – ein entscheidender Schritt vom Erzeugungsort bis hin zu den Haushalten und Betrieben, heißt es weiter in der Pressemitteilung.






















