Neues altes Problem an der Grundschule in Stockum

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Stockum. Das Problem mit den Elterntaxis ist nicht neu: Viele Eltern möchten ihre Kinder an der Kardinal-von-Galen-Schule mit dem Auto so nah wie möglich ans Schulgebäude bringen. Das temporäre Durchfahrtverbot an der Kirchstraße wird dabei oft nicht eingehalten. Jetzt hat die Elternpflegschaft der Schule einmal mehr auf die Problematik aufmerksam gemacht.

Im Sommer 2018 hatten die Grundschüler zuletzt mit einer zweiwöchigen Protest-Aktion gegen die Eltern demonstriert, die sich nicht an die Regeln halten. Denn mit der Missachtung sowie rasantem Anfahren und dem Halten auf dem Bürgersteig können die Grundschüler in Gefahr gebracht werden. Die Protestaktion vor gut zwei Jahren war einige Monate nach ihrer Durchführung schon wieder verpufft, als die dunkle Jahreszeit anbrach.

Kardinal-von-Galen-Schule
Das temporäre Durchfahrtverbot an der Kirchstraße wird oft nicht eingehalten, sowohl von Eltern, Anwohnern als auch Paket- und Lieferdiensten. Foto: Volkmer

Zur Erinnerung: Die Straße vor dem Eingang der Grundschule ist tagsüber von 7 bis 16 Uhr – also bis zum Ende des offenen Ganztages – für den Durchgangsverkehr gesperrt. Das Halten und Parken an den Kreuzungen Kirchstraße / Blekamp und Kirchstraße / Boymerstraße gefährdet die Kinder ebenfalls. Dabei gibt es vor der Turnhalle am Werthweg einen großen Parkplatz, von dem aus die Kinder schnell zur Schule kommen können.

„Aus Sicht der Eltern hat sich wenig getan“, berichtete Schuldezernent Alexander Ruhe bei der Sitzung des Bezirksausschusses in Stockum aus dem Schreiben der Elternpflegschaft. Daher wird nun über andere Maßnahmen nachgedacht, weil auch Kontrollen durch die Polizei bislang auf Dauer wirkungslos geblieben sind. „Die Vergangenheit hat gezeigt, dass gutes Zureden und auf Vernunft zu setzen, bisher nichts gebracht haben“, so Ruhe.

Poller könnten nicht nur Eltern-Taxis stoppen

Die „extremste Lösung“ stellte Adrian Kersting vom Dezernat für Straßen und Verkehr vor. Er sprach von der Einrichtung eines sogenannten „Modalen Filters“, die Verkehrsteilnehmer primär als Poller kennen. Die Hindernisse würden im Falle des Falles so aufgestellt, dass die Straße zwar für Fußgänger und Radfahrer sowie Menschen mit Rollatoren und Kinderwägen passierbar bliebe, Autofahrer aber nicht mehr durchkämen. Eine Lösung, die dann jedoch auch Schulbusse oder Rettungsfahrzeuge an der Durchfahrt hindern würde.

Eine Alternative zur dauerhaften Installation der Poller brachte Bernd Winkelkötter von der CDU ein. Er schlug vor, den entsprechenden Bereich der Kirchstraße zur Einbahnstraße umzuwandeln. Siegfried Scholz von der SPD schlug vor, die in einigen Regionen aktiven Schülerlotsen in den Morgenstunden und zum Schulschluss in Stockum auf die Straße zu schicken. In dieser Variante könnten dann freiwillige Eltern oder Großeltern den Nachwuchs dabei unterstützen, unversehrt in der Schule anzukommen und direkt mit rücksichtlosen Eltern ins Gespräch zu kommen.

WERNEplus.de wird weiter über das Thema berichten.

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