iServ soll Lernen auf Distanz in Werner Schulen erleichtern

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Werne. Lernen auf Distanz ist derzeit für die Mädchen und Jungen in Werne angesagt. Im Februar soll die iServ an den Grundschulen und der Marga-Spiegel-Schule Einzug halten. Die Plattform stellt das „Homeschooling“ auf eine neue, bessere Stufe. Davon ist Dezernent Alexander Ruhe überzeugt.

Derzeit sammeln die Schulleitungen die Einverständniserklärungen der Eltern zur Nutzung von iServ ein. Erstmals soll die Plattform mehr der Beantwortung einzelner Fragen dienen als der Durchführung von Unterrichtsstunden. Das hat einen Grund: Nicht alle Kinder steht ein Endgerät zur Verfügung. 272 Tablets hat die Stadt Werne bestellt, die Lieferung lasse aber immer noch auf sich warten, bestätigt Alexander Ruhe: „Wir üben Druck auf den Zwischenhändler aus, verstehen aber auch die Verzweiflung der anderen Seite.“ Die Probleme liegen nämlich beim Hersteller Apple. Immerhin wurden schon die notwendigen Stifte geliefert.

„Natürlich kann iServ auch mit dem Smartphone genutzt werden, aber das Arbeiten läuft strukturierter am iPad“, weiß Ruhe. Das System sei einfach und nahezu selbsterklärend, wenngleich eine Anweisung vor dem ersten Login nötig erscheine. iServ werde in der nächsten Zeit – neben den bereits bestehenden Instrumenten – das Distanzlernen als ein weiteres Angebot ergänzen und in vielerlei Hinsicht erleichtert.

iServ kann den Präsenzunterricht nicht ersetzen

Der Schuldezernent verweist auf die Messenger-Funktion, mit der die Unterlagen zugestellt und nach der Bearbeitung wieder zurückgeschickt werden können. „Der Videochat eignet sich, um bei Fragen mit den Lehrkräften in Kontakt zu treten“, erläutert Alexander Ruhe. „iServ ist ein gutes und spannendes Tool, das aber natürlich den Präsenzunterricht nicht ersetzen kann. Die Kinder vermissen ihre Lehrerinnen und Lehrer – so die Rückmeldungen aus der Elternschaft.“

Ein Glasfaseranschluss der Schulen sei von Vorteil für iServ, aber auch ohne möglich. „Aber natürlich muss zuhause bei den Kindern die nötige Bandbreite da sein, um die Plattform nutzen zu können“, sagt der Dezernent.

Wenn die iPads demnächst die Werner Schulverwaltung erreichen, hat erst einmal die IT-Abteilung im Stadthaus alle Hände voll zu tun, um beispielsweise die von den Schulen gewünschten Apps und die Firewall zu installieren.

Eine digitale Durchführung von Unterrichtsstunden für alle Altersstufen scheint in Werne näher zu rücken und würde das Lernen auf Distanz erleichtern – besonders mit dem bangen Blick auf eine mögliche Wiedereinführung des Präsenzunterrichts.

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