Detmolder Kammerorchester verzaubert GSC-Schüler mit spannendem Konzert

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Werne. „Nein, mach das bloß nicht!“, ruft Philipp (11 Jahre) dem Dirigenten zu. Dieser hat gerade erst auf Drängen der durchtriebenen Hexe widerstrebend eingewilligt, ein Liebespaar mit einer „Wegzaubermusik“ zu entzweien. Ähnlich gefesselt wie der Fünftklässler Philipp sind auch die anderen 180 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6, die den Konzerten des Detmolder Kammerorchesters unter der Leitung von Guido Mührmann in der Aula des Gymnasiums St. Christophorus (GSC) gebannt gelauscht hhaben.

Das Profi-Orchester bot dem jungen Publikum eine mitreißende Auswahl aus Oper und Musical, eingebettet in eine magische Handlung. Die Gesangssolisten Irina Trutneva (Sopran), Sara-Florentine Milcent (Mezzosopran) und Franco Oportus Vergara (Bass) spielten jedoch nicht nur auf der Bühne, sondern durchbrachen regelmäßig die vierte Wand, indem sie die Kinder um Rat oder Mithilfe baten, durch den Zuschauerraum krabbelten oder sich inmitten der verblüfften Zuschauer zu einem Katerschläfchen hinlegten. Dabei changierten die Opernsängerinnen und -sänger mühelos zwischen naiver Schüchternheit, unheilvollen Inkantationen und albernem Miau-Duett.

Die mystische Geschichte — inklusive Zeitreise, Zaubertrank und Verwandlung der Sängerinnen in Katzen – verbindet so musikalische Highlights von der „Zauberflöte“ bis zur „Rocky Horror Picture Show“. Das junge Publikum wurde während der Vorstellung regelmäßig einbezogen, ob sie eine Zauberblume verstecken mussten, den Zauberspruch „Supercalifragilisticexpialigetisch“ mitsingen durften oder Vorschläge machen sollten, wie die Handlung weitergehen soll. Die jungen Zuschauer waren vom ersten Moment an so gefesselt, dass mal Münder offenstanden, mal das Publikum aus den Sitzen gerissen wurde. Spätestens beim „Time Warp“ tanzte die ganze Aula mit.

Die gute Laune auf der Bühne übertrug sich auch auf das jugendliche Publikum.

„Ihr seid hier einfach auf der coolsten Schule, die es gibt“, schwärmt Dirigent Mührmann. Und er muss es wissen, schließlich ist er selbst GSC-Alumnus.

Programm:

1) Bizet:  Farandole (IV) aus  Arlésienne-Suite »

2) Humperdinck: „Rallalala“, Vater aus der Oper „Hänsel und Gretel“

3) Mozart: „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ aus der „Zauberflöte“

4) Mozart: „Ferne von ihrem Neste“ aus der Oper „Gärtnerin aus Liebe“

5) Ernst Toch: „Der Jongleur“ aus den Burlesken Nr. 3 (für Orch. eingerichtet von Arndt Jubal Mehring)

6) Rossini: “Dunque io son” aus der Oper “Barbier von Sevilla”

7) Grieg: „In der Halle des Bergkönigs“ aus der „Peer-Gynt-Suite 1“

8) Richard O´Brien: “Time warp” aus der „Rocky Horror Picture Show

9) Dvorak: „Čury mury fuk“, Arie der Hexe aus der Oper “Rusalka”

10) Rossini: Katzenduett (für Orch. eingerichtet von Arndt Jubal Mehring)

11) Stravinsky: „Zirkus-Polka“ (für Orchester)

12) Sherman & Sherman: „Supercalifragilisticexpialigetisch“ aus „Mary Poppins“

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