Sonntag, April 12, 2026

Thementag am GSC: „Das Duale Studium und die Ausbildung“

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Werne. Wie gelingt der Sprung von der Schule in die Arbeitswelt? Am Gymnasium St. Christophorus Werne erhielten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1/Klasse 12 darauf eine ebenso praxisnahe wie motivierende Antwort.

Unter dem Titel „Das Duale Studium und die Ausbildung“ bot die Schule einen dicht gefüllten Orientierungstag mit Bewerbungstraining, Hochschulvortrag und Einblicken in betriebliche Realität – mit sichtbarer Wirkung.

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Auftakt mit Praxis: Bewerbungstraining der Atruvia AG Münster

Den Startschuss setzte ein zweistündiges Bewerbungstraining der Atruvia AG aus Münster. Vertreter der Personalabteilung und zwei Dual Studierende zeigten, worauf es im Wettbewerb um Ausbildungs- und Studienplätze wirklich ankommt: von der Struktur überzeugender Anschreiben über die präzise Darstellung eigener Stärken bis hin zum sicheren Auftreten im Gespräch.

Statt grauer Theorie hieß es: ausprobieren! Die Jugendlichen simulierten Assessmentcenter-Elemente und stellten sich realistischen Bewerbungsgesprächen mit den Vertreterinnen und Vertretern der Atruvia AG. Direktes, individuelles Feedback machte Stärken sichtbar und half, blinde Flecken oder falsche Vorstellungen zu erkennen. „Der Zeitpunkt für diese große Veranstaltung ist perfekt gewählt, beginnen wir als großes Unternehmen nach den Osterferien mit der Bewerbungsphase für einen Ausbildungsplatz oder um ein Duales Studium ab dem 1. August 2027“, betonte Frau Mamok, Ausbildungsleiterin der Atruvia AG Münster.

Hochschulblick: Fachhochschule für Ökonomie und Management (FOM) macht Anspruch und Chance greifbar

In der dritten und vierten Stunde übernahm die Fachhochschule für Ökonomie und Management (FOM). Die Hochschule präsentierte ihr Profil sowie die Besonderheiten dualer Studienmodelle – eng getaktet zwischen Vorlesungssaal und Unternehmen, mit klaren Leistungsanforderungen und hoher Praxisnähe. Deutlich wurde: Die Arbeitswelt stellt an die kommende Generation hohe Erwartungen in Bezug auf Selbstorganisation, Belastbarkeit, digitale Kompetenzen und Teamfähigkeit. Gleichzeitig eröffnen sich jungen Menschen attraktive Perspektiven: frühzeitige Verantwortung, finanzielle Unabhängigkeit und ein schneller Einstieg in qualifizierte Tätigkeiten.

Begegnungen, die Türen öffnen: Unternehmen berichten aus der Praxis

Nach dem Theorieblock wurde es erneut konkret: Vertreterinnen und Vertreter verschiedener lokaler und überregionaler Unternehmen gaben Einblicke in ihren Alltag, Ausbildungswege und duale Studienmodelle – darunter die Atruvia AG Münster, REMONDIS Lünen, die NRW Bank Münster, die BÖCKER GmbH, PTR Hartmann und dem ITGB Ingenieursbüro aus Dinslaken. Wie sind Ausbildungspläne aufgebaut? Welche Stationen durchlaufen Dual Studierende? Und wie sieht ein typischer Arbeitstag wirklich aus? Die Antworten kamen aus erster Hand – nahbar, ehrlich und direkt. Von den Personalern und den dual Studierenden der Unternehmen.

Die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten nutzten die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen, stellten Fragen zu Bewerbungsfristen, Einstiegsmöglichkeiten und Entwicklungschancen und knüpften erste Kontakte. Das Urteil der Teilnehmenden fiel eindeutig positiv aus: Die Kombination aus Bewerbungstraining, dem strukturierten Überblick der FOM und den unmittelbaren Einblicken der Unternehmen sorgte für Klarheit – und für Motivation. Bei noch bestehenden Fragen war zudem die Agentur für Arbeit mit der Ansprechpartnerin für das GSC, Frau Nakaten, stets verfügbar.

Ein Tag mit Nachhall

„Der Tag war ein voller Erfolg. Vielen Jugendlichen haben sich neue Perspektiven aufgetan und es schärft auch nochmal nachhaltig den Blick auf den Schulalltag, insbesondere ein Jahr vor dem Abitur“, resümierte Stefan Müller, Koordinator für Studien- und Berufsorientierung am Gymnasium St. Christophorus seine Eindrücke. Die Rückmeldungen aus der Jahrgangsstufe bestätigten das: mehr Selbstvertrauen für die nächste Bewerbung, ein realistischeres Bild vom dualen Studium und eine konkrete Idee, welche Wege nach dem Abitur offenstehen.

Fazit: Mit „Das Duale Studium und die Ausbildung“ hat das Gymnasium St. Christophorus einen Veranstaltungsrahmen geschaffen, der informiert, befähigt und vernetzt: Ein gelungener Dreiklang aus Üben, Verstehen und Begegnen – und damit ein starker Kompass für den Weg in Studium, Ausbildung und Beruf.

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