Werne. Mit Gelegenheit zum Plaudern und zum Anstoßen bedankte sich die „Lesewelt Werne“ am Mittwochabend (28. Januar 2026) bei Mitgliedern und Kooperationspartnern.
Dabei bot sich den Lesepaten die Gelegenheit, an diesem Abend ihrerseits in die Rolle der Zuhörer zu schlüpfen: Die Singer-Song-Writerin Laura Rehr unterhielt sie mit sehr persönlichen Texten und Liedern, die nachdenklich stimmten. Zu dem Neujahrsempfang in der Stadtbücherei Werne kamen auch Vertreterinnen und Vertreter jener Institutionen, in denen Lesepatinnen und -paten regelmäßig präsent sind.
Das sind vor allem Kindergärten, Seniorenheime und Grundschulen. „Dort sind wir derzeit mit etwa 30 aktiven Lesepaten unterwegs“, sagte Heike Walter, die zweite Vorsitzende des Vereins „Lesewelt Werne“.

„Das läuft richtig gut“, fügte Schriftführerin Kerstin Heitkamp hinzu. Bei manchen Grundschulen sind Lesepaten auch schon vor dem Unterricht im Einsatz, für jene Kinder, die schon sehr früh da sind. „Das wird dort, wo wir es anbieten, sehr gut angenommen“, sagte Walter. Bei bestimmten Veranstaltungen wie der Aktion „Werne liest“ im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages unterstütze die Lesewelt auch die Stadtbücherei, die ihrerseits ihre Räume für den Neujahrsempfang zur Verfügung stellte.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Büchereileiterin Gerlinde Schürkmann und Heike Walter setzte sich Laura Rehr an ihr Stage-Piano. Ein paar zarte Klangakzente, dann begann sie mit sanfter Stimme zu singen: „Ich wüsste gern, woher das Strahlen kommt, mit dem du durch den Regen tanzt.“ Unverstellt klang das, offen und nah. So, wie Rehr auch anschließend über sich und ihre Musik sprach: „Ich singe und schreibe gern eigene Songs, daher habe ich mich sehr über diese Einladung gefreut.“

Dinge, die ihr etwas bedeuten, wolle sie in ihren Texten beschreiben, erzählte die hauptberufliche Lehrerin, die auch als Chorleiterin tätig ist und in Bands spielt. In einem ruhigen Lied ging es um Dinge, die Licht in den dunklen Alltag bringen. Ein anderes Mal waren die Zuhörer eingeladen, einen Refrain im Fluss des Atmens mitzusummen. Manchmal, so sagte Rehr, blieben noch Worte übrig, für die sie noch keine Noten gefunden hätte. Diese Worte sprach sie, darunter amüsante Formulierungen wie: „Es ist egal, ob dein Lebenslauf Eselsohren hat.“
Die Gäste des Empfangs ließen sich auf die ruhige, leicht melancholische Stimmung ein, auf die Intimität eines Vortrags, der gut zur heimeligen Atmosphäre eines Raumes voll analoger Bücher passte.






















