Werne. Am Sonntagmorgen (17.12.2023) um 9.34 Uhr wurde der Löschzug 1 Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr Werne per digitalem Meldeempfänger zu einem vermeintlichen Kaminbrand in die Geschwister-Scholl-Straße in Werne alarmiert.
In einem Bungalow hatte der Eigentümer am Morgen eine Verrauchung sowie eine erwärmte Wand festgestellt. Da der verbaute Kaminofen am Vortag zuletzt befeuert wurde und ebenfalls ein Knacken im Kamin wahrnehmbar war, vermutete der Mann einen Kaminbrand und rief die Feuerwehr.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte war das Haus bereits geräumt, und es konnte schnell mit der Erkundung begonnen werden. Die ersten Maßnahmen der Feuerwehr konzentrierten sich auf den Kamin, der vom Keller sowie von der Drehleiter aus kontrolliert wurde. Da ein Kaminbrand ausgeschlossen werden konnte, wurde mit der Wärmebildkamera eine Wärmesignatur in der Rigipswand hinter dem Kaminofen festgestellt.
Sicherheitshalber wurden weitere Trupps mit Atemschutz ausgerüstet sowie eine Wasserversorgung aufgebaut. Zwei Trupps unter Atemschutz gingen mit C-Hohlstrahlrohren ins Gebäude vor. Ein Trupp öffnete mit der Säbelsäge die Rigipswand und löschte einen Schwelbrand hinter der Verkleidung.
Parallel sicherten Feuerwehrleute unter Atemschutz mit einem Strahlrohr den Dachboden. Dies war nötig, da nicht abzusehen war, wie weit sich der Brand in der Wand ausgebreitet hatte. Nach einer Stunde konnte der Leitstelle „Feuer aus“ gemeldet werden.
Im Einsatz waren 20 Feuerwehrkräfte mit vier Fahrzeugen sowie der Rettungsdienst und Polizei aus Werne. Die Geschwister-Scholl-Straße Straße war während der Einsatzmaßnahmen voll gesperrt.