Weniger Unfälle in Werne: Polizei stellt Statistik für 2023 vor

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Kreis Unna/ Kamen. In Unna ist zum Wochenstart die Verkehrsunfallbilanz für das Jahr 2023 vorgestellt worden. Die Zahl der Unfälle ist im Kreisgebiet wieder gestiegen, dafür gab es einen Rückgang der bei Unfällen verletzten Personen. Werne weist insgesamt eine positive Verkehrsunfallentwicklung an.

Nachdem einige Jahre lang die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Maßnahmen zu weniger Verkehr und Unfällen geführt haben, führte die Statistik schon für das Jahr 2022 wieder eine langsame Rückkehr zur Normalität auf. 2023 herrschte dann wieder „Normalzustand“ auf den Kreisstraßen.

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Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle liegt nach den vorgelegten Zahlen mit 8420 Unfällen um 337 höher als im Jahr 2022. Erfreulich aus polizeilicher Sicht ist der Rückgang der Unfälle mit Personenschaden, was sich auch in der Zahl der Verunglückten widerspiegelt. Demnach sind im Kreisgebiet 124 Personen weniger bei Verkehrsunfällen verletzt worden.

„Die Zahl von 973 Verunglückten ist aber immer noch deutlich zu hoch“, so Thomas Röwekamp. Der Leiter des Verkehrsdienstes der Kreispolizei machte deutlich, dass es weiterhin eine Hauptaufgabe der Polizei sei, durch präventive Arbeit diese Zahl weiter zu senken. Noch immer zählt zu schnelles Fahren auf den Straßen im Kreis Unna zu den häufigsten Unfallursachen. Daher wird die Strategie der konsequenten, repressiven Verkehrsüberwachung weiterhin verfolgt.

Der in der Corona-Zeit entstandene E-Bike-Boom hatte im Jahr 2022 für mehr Verkehrsunfälle mit Fahrrädern und Pedelecs gesorgt. Im Jahr 2023 sind die Zahlen der Unfälle mit dieser Verkehrsbeteiligung wieder leicht von 260 auf 238 zurück gegangen. Auch in Werne sind diese Zahlen rückläufig. Ein anderes Unfall-Phänomen ist dagegen im Kreis noch nicht angekommen.

Denn während sich die Unfälle mit E-Scootern in den vergangenen zwei Jahren in NRW verdoppelt haben, liegt die Zahl im Kreis mit 37 Scooter-Unfällen noch relativ weit unten. „Wir haben, meines Wissens, noch keine E-Scooter-Stationen, an denen ein Ausleihen möglich ist. Dennoch merkt man, dass dieses Verkehrsmittel immer mehr an Bedeutung gewinnt“, so der Leiter des Verkehrsdienstes.

Noch immer zählt zu schnelles Fahren auf den Straßen im Kreis Unna zu den häufigsten Unfallursachen. Daher wird die Strategie der konsequenten, repressiven Verkehrsüberwachung weiterhin verfolgt. Foto: Volkmer

In der Lippestadt ereigneten sich 263 aktenkundige Verkehrsunfälle. Das sind 14 weniger als im Jahr 2022. Dadurch ist auch die Zahl der Verunglückten um 27 Personen auf insgesamt 93 gesunken. Bei 84 Verkehrsunfällen gab es 2023 auch Personenschäden. Das sind immerhin 18 weniger als im Jahr davor.

Einen Zuwachs weisen die Zahlen für Werne im Bereich der Verkehrsunfälle auf, die durch eine überhöhte Geschwindigkeit entstanden sind. In dieser Kategorie gab es 19 Unfälle und damit neun mehr als im Jahr 2022.

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