Werne. Zahlreiche, zumeist zeitgleiche Einsätze im gesamten Stadtgebiet – am Samstag (10.10.2026) war die Freiwillige Feuerwehr Werne gleich über mehrere Stunden hinweg im Einsatz. Glücklicherweise handelte es sich dabei nicht um reale, lebensrettende Maßnahmen, sondern um die groß angelegte, diesjährige Gesamtwehrübung.
Der Schwerpunkt der verschiedenen Einsätze lag auf der Abarbeitung einer angenommenen, großflächigen Unwetterlage im Kreis Unna, die insbesondere im Stadtgebiet Werne erhebliche Auswirkungen hatte.
Ab 13 Uhr befanden sich alle Einheiten der Feuerwehr Werne in verschiedenen Übungseinsätzen. Die Kräfte wurden dabei wie in einer realen Lage alarmiert und mussten dann im gesamten Stadtgebiet verschiedene, vorher vorbereitete Einsatzszenarien abarbeiten.
Einer der Einsätze führte in die direkte Nachbarschaft ins Stadthaus. Das Szenario ging hier davon aus, dass nach einem Stromausfall das Notstromaggregat gestartet war, aber die Steuerung sich aufgehangen hatte und der Aufzug ist steckengeblieben war. Vor Ort stellte sich zudem heraus, dass eine Person in dem Aufzug feststeckte, die befreit wurde.

Zudem warteten unter anderem umgestürzte Bäume, die Verkehrsflächen versperrten, ein mit Wasser vollgelaufener Keller an einer Turnhalle sowie die wegen einer über die Ufer getretenen Horne unter Wasser stehende Freilichtbühne auf die beteiligten Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr.
Zudem testete die Feuerwehr verschiedene technische Systeme. Stadthaus, Rettungsdienst und Feuerwache liefen während der Übung unter Notstrom. „Nach zehn Minuten waren wir autark“, berichtete Stadtbrandinspektor Tobias Tenk. Der Leiter der Feuerwehr zeigte sich zufrieden darüber, dass der Übergang komplett störungsfrei verlaufen war.
Vertreterinnen und Vertreter der heimischen Politik – darunter auch Bürgermeister Lars Hübchen – verfolgten einen Teil der Übung bei laufendem Dienstbetrieb an der Feuerwache des Löschzugs 1 und verschafften sich so einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr.
Dass das echte Leben während einer Übung keine Pause einlegt, erfuhren die Kräfte und Gäste ebenfalls. So wurde die Feuerwehr alarmiert, weil sich im Innenbereich in der „Werne City Mall“ eine Taube in einer Deckenkonstruktion verfangen hatte. Der Vogel musste befreit werden.

Viele weitere Bilder von der Gesamtwehrübung gibt es in unserer Fotostrecke.




















