Werne. Für die Freiwillige Feuerwehr Werne beginnt mit der Sim-Jü-Kirmes eine besondere Einsatzzeit. Damit die Sicherheit der Besucherinnen und Besucher auch während des größten Volksfestes an der Lippe gewährleistet ist, bereitet sich die Feuerwehr gemeinsam mit Ordnungsamt, Rettungsdienst, Polizei, Deutschem Roten Kreuz und weiteren Sicherheitspartnern auf die Kirmestage vor.
Am Freitag kontrollieren die beteiligten Organisationen beim abschließenden Sicherheitsrundgang unter anderem die Rettungswege und deren Befahrbarkeit mit den Großfahrzeugen der Feuerwehr. Gerade die engen Gassen der Altstadt und die Überhänge der Fahr- und Verkaufsgeschäfte stellen die Maschinisten von Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und Drehleiter vor besondere
Herausforderungen.
Von Samstag bis einschließlich Dienstag richtet die Feuerwehr zu den Stoßzeiten eine Wachbereitschaft an der Feuerwache am Konrad-Adenauer-Platz ein. Insgesamt 13 Einsatzfunktionen werden dabei durch ehrenamtliche Kräfte besetzt. Ziel ist es, auch bei hohem Besucheraufkommen, Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen schnell Hilfe leisten zu können.
Die Bezirksregierung Arnsberg fordert, dass eine Gruppe mit neun Einsatzkräften spätestens acht Minuten nach der Alarmierung am Einsatzort eintrifft. Unter normalen Bedingungen ist das für die ausschließlich ehrenamtlich tätige Feuerwehr bereits eine Herausforderung. Während Sim-Jü können zusätzliche Hindernisse wertvolle Zeit kosten. Durch die Wachbereitschaft kann der erste Löschzug im Alarmfall spätestens zwei Minuten nach der Alarmierung ausrücken.
Brandsicherheitswache und extra Tanklöschfahrzeug zum Feuerwerk
Die Einsatzkräfte übernehmen dabei unterschiedliche Funktionen, beispielsweise als Gruppen- und Zugführer, Maschinisten oder Atemschutzgeräteträger. Auch die Führungsstruktur wird für mögliche größere Einsatzlagen vorbereitet.
Die Bereitschaftszeiten werden nicht nur für den Einsatzfall vorgehalten, sondern auch für Aus- und Fortbildung genutzt. Dazu gehören praktische Übungen an der Drehleiter und der Umgang mit technischem Gerät. Auch gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten gehören zum Dienstalltag während der Wachbereitschaft.
Am Montagabend wird die Feuerwehr darüber hinaus während des Höhenfeuerwerks mit
einer Brandsicherheitswache und einem Tanklöschfahrzeug direkt auf dem Kirmesgelände präsent sein.
Insgesamt leisten die Feuerwehrkräfte während Sim-Jü rund 429 Stunden Dienst. Die Wachbereitschaften dauern teilweise bis zu zehn Stunden. Anders als bei regulären Alarmierungen erfolgt dafür keine Freistellung durch den Arbeitgeber, die Stadt Werne zahlt allerdings eine Aufwandsentschädigung für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte.
Auch wenn die Sim-Jü für die Feuerwehr in den vergangenen Jahren meist ohne größere Einsatzschwerpunkte verlief, bleibt eine gute Vorbereitung unverzichtbar. Neben möglichen Bränden oder medizinischen Notfällen steigt während des Volksfestes auch das Verkehrsaufkommen im Stadtgebiet.










