Samstag, April 11, 2026

An(ge)dacht: Licht und Liebe

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Werne. „Alle Dunkelheit der Welt kann das Licht einer Kerze nicht auslöschen.“ Sagt Konfuzius. Wenn ich im Dunkeln bin und eine Kerze anzünde, dann wird es an dieser Stelle hell. Im Umkreis des Lichts kann ich sehen was mich umgibt.

Alles Dunkle, alles Unbekannte wird sichtbar. Alles, was vorher im Schatten bedrohlich aussah, kann ich nun erkennen und es verliert seinen Schrecken. Wenn ich noch mehr sehen will, als der Lichtschein meiner Kerze es zulässt, dann muss ich mich auf den Weg machen und das Licht meiner Kerze dazu nutzen, auch das, was noch im Dunkeln liegt, sichtbar werden zu lassen. So kann ich Stück für Stück die Welt entdecken und meinen Weg finden.

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Wie viel leichter wird es für mich, wenn ich unterwegs Menschen treffe, die mir eine Hilfe sein können. Sie können, für mich, mit ihrem Licht noch mehr sichtbar werden lassen und wenn ich mich auf sie einlasse, sie kennenlerne, dann werden sie mir von all dem erzählen, was sie auf ihrem Weg kennengelernt haben. Und ich werde ihnen von meinen Entdeckungen und Erfahrungen berichten.

Und nun stellt euch vor, wir sind nicht nur zwei, sondern drei oder 10 oder 100 Menschen …. Wie viel mehr Licht wäre dann da und wie viel mehr könnten wir in dieser Welt sehen und wie viel könnten wir voneinander lernen.

Nicht alle Menschen, die ich treffe, werden bei mir bleiben, manche sind nur flüchtige Begegnungen, andere werden neu hinzukommen und nur wenige werden für lange Zeit an meiner Seite bleiben und zu meinen Freundinnen und Freunde werden.

Und falls dann einmal meine Kerze ausgehen sollte, ich meinen Weg nicht mehr finden kann, werden sie da sein, mit ihrem Leuchten und ihrer Fürsorge, für mich da sein.

Licht, Zuneigung und Wärme werden sie mir geben und ich werde sie Freundinnen und Freunde nennen. Sie werden auch dann noch da sein, wenn alle anderen schon längst vorübergezogen sein werden.

Wir tragen als Christinnen und Christen Verantwortung füreinander. Das ist unser Glauben. Jede und jeder ist wichtig und soll, so wie sie oder er ist einen Platz in dieser Welt haben. Doch wir sehen uns leider nur noch ab und zu und wir hören voneinander nur noch wenig und einige von uns sehen wir auf unserem gemeinsamen Weg nur noch zu bestimmten Anlässen.

Trotzdem bleiben wir in unserem Glauben alle miteinander verbunden und trotzdem tragen wir Verantwortung füreinander. Und wenn Du mich brauchst, dann werde ich da sein und noch jemand wird da sein: Gott wird immer an unserer Seite sein!

„Wie ein Licht in der Nacht ist Gottes Wort, welches dir den Weg erhellt“ Psalm  109, 105

Oder wie es in einem Lied heißt:

Ins Wasser fällt ein Stein
Ein Funke, kaum zu sehen
Entfacht doch helle Flammen
Und die im Dunkeln stehn
Die ruft der Schein zusammen

Wo Gottes große Liebe
In einem Menschen brennt
Da wird die Welt, vom Licht erhellt
Da bleibt nichts was uns trennt

Gott segne euch und bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich fest in seiner Hand.

Beste Grüße Michael Reckmann, Diakon Ev. Kirchengemeinde Werne

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