An(ge)dacht: Was ist Wahrheit?

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Werne. Auf die Frage des Pilatus, ob Jesus ein König ist, erläutert Jesus im Kapitel 18 des Johannesevangeliums diesem Politiker ab dem 36 Vers folgendes:

Jesus antwortete: „Das Reich, dessen König ich bin, stammt nicht von dieser Welt. Wenn mein Reich von dieser Welt wäre, hätten meine Leute für mich gekämpft. Dann wäre ich jetzt nicht in den Händen der jüdischen Behörden. Aber mein Reich stammt eben nicht von dieser Welt.“

Pilatus fragte weiter: „Also bist du doch ein König?“ Jesus antwortete: „Du sagst es: Ich bin ein König! Das ist der Grund, warum ich geboren wurde und in die Welt gekommen bin: Ich soll als Zeuge für die Wahrheit eintreten. Jeder, der selbst von der Wahrheit ergriffen ist, hört auf das, was ich sage.“ Pilatus antwortet darauf abfällig: „Was ist Wahrheit?“.

Dieses Gespräch klingt angesichts der politischen Entwicklungen in der Welt hoch aktuell. Echte Nachfolger Jesu  stehen für die Wahrheit ein und sind bis heute bereit, ihr Leben dafür einzusetzen. Über 300 Millionen Christen werden für ihre Liebe zu dem, der gesagt hat, dass er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, verfolgt und müssen jeden Tag um ihr Leben fürchten.

Auch in unserem Land ist Meinungsfreiheit nicht mehr selbstverständlich, wenn es gegen den Mainstream geht. Dabei klafft eine große Kluft zwischen dem Reden und Handeln. Ich las jetzt noch in einer Überschrift, dass die Menschheit noch nie so viel Kohle und Gas verwendet hat, wie in diesem Jahr. Wer den Klimawandel leugnet, wird verdammt. Doch wer davon spricht und ganz anders lebt, wird hofiert. Es gibt biologisch nur zwei Geschlechter. Wer diese Wahrheit bekennt, wird als homophob bezeichnet. Wer eine Regenbogenflagge aufhängt, sich jedoch nirgendwo für die Schwachen in dieser Gesellschaft einsetzt, gehört zu den Guten.

Um nicht falsch verstanden zu werden. Ich sehe die Klimaveränderungen und respektiere Menschen, die andere sexuelle Gefühle haben. Jesus macht deutlich, dass es ihm nicht darum geht, dass seine Nachfolger in dieser Welt für ihre Ideale mit Gewalt kämpfen sollen. Wir wollen die Liebe Gottes verbreiten, die allein das Herz verändern kann. Deshalb wächst das Christentum auch stark in den Ländern der Verfolgung, weil Christus Identität stiftet, die diese Welt nicht bieten kann. Wir dürfen dies momentan besonders in unserer Arbeit unter Suchtkranken erleben. Die Patienten bekommen durch das Lesen der Bibel eine neue Lebensperspektive.

Weihnachten steht vor der Tür. Nutzen sie einmal die Zeit, sich mit dem Ursprung dieses Festes zu beschäftigen. Nehmen sie das Johannesevangelium und fragen sich, was diesen Jesus so besonders macht. Gerhard Hüter, ein berühmter Gehirnforscher, stellt ihn als das beste Beispiel vor, das in seinem Verhalten die richtige Haltung verkörpert. Er ist weit mehr als das! Er ist die Wahrheit, die bis heute Leben verändert.

Einen gesegnetes Wochenende wünscht

Frank Ulrich
Christliche Gemeinde Werne

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