Mittwoch, Januar 7, 2026

An(ge)dacht: Glück ist kein Zufall

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Werne. Die Finnen, so eine aktuelle Untersuchung, sind das glücklichste Volk der Welt. Die Deutschen finden sich in dieser Statistik erst auf Platz 22 wieder (im letzten Jahr war es noch Platz 24). Entspricht das Unglücklichsein also dem deutschen Nationalcharakter und was sagen wir Christen auf Grund der Bibel zum Glücklichsein? Dürfen Christen überhaupt danach streben, glücklich zu sein?

Die Bibel ist im Alten wie im Neuen Testament sehr ehrlich. Im Buch des Predigers heißt es lapidar in Kapitel 3 Vers 4: „Für alles gibt es eine Zeit, eine Zeit für das Weinen und eine Zeit für das Lachen, eine Zeit für das Klagen und eine Zeit für das Tanzen“. Und im Neuen Testament schreibt der Apostel Paulus (Römerbrief 12:15), wir sollen weinen mit den Weinenden und lachen mit den Lachenden. Beide Bibelstellen legen nahe, dass es im christlichen wie im nichtchristlichen Alltag Zeiten für beides gibt und Christen auch Tränen, Schmerzen und Trauer aushalten müssen.

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Dennoch ist der christliche Glaube eine Aufforderung zur Freude und zum Glücklich sein und zwar als eine Grundhaltung. Grund für christliche Freude können natürlich auch ganz weltliche Dinge sein: die bestandene Führerscheinprüfung, die Examensnote mit Auszeichnung oder die Geburt eines Babys. Aber die Botschaft der Evangelien will mehr. Sie will dem Gläubigen zu einer tiefen inneren Zufriedenheit, zum Glück der Geborgenheit in der Hand Jesu Christi und zur Angstlosigkeit über die Zukunft und besonders über die Zukunft nach dem Sterben verhelfen.

Die Frage ist nur, wie komme ich als einzelner Gläubiger zu dieser tiefen Gottesbeziehung? Jesus zeigt uns den Weg dorthin; wie dürfen alles, was uns belastet, zu ihm bringen, sein Tod am Kreuz von Golgatha hat uns von der Last der Sünde befreit, er hat uns ewiges Leben in vollendetem Glück versprochen. Und das Schöne ist, dass wir in der Gemeinschaft mit ihm auch schon jetzt hier auf der Erde etwas von diesem Glück und dieser Geborgenheit spüren dürfen.

Der Text stammt von Hermann-Peter Steinmüller, Christliche Gemeinde Werne 

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