Werne. Wenn Sie jetzt die Möglichkeit hätten, die Augen zu schließen, sich einen Wunschort vorzustellen, um nach dem Öffnen der Augen plötzlich genau da zu sein, für welche Stadt, Region, Land, würden Sie sich entscheiden?
Gibt es auf dieser Erde noch dieses Paradies? Wenn wir mittwochs mit unserem Team in der Suchtklinik in Herbern mit interessierten Patienten in der Bibel lesen, ist für mich der Abschnitt über das Paradies ein besonderes Highlight. Wie eine Mutter, die das Zimmer für das erste Kind einrichtet, wird dort beschrieben, wie Gott für den Menschen ein Zuhause im Paradies einrichtet. Es gibt genug zu essen und zu trinken, es gibt eine erfüllende und kreative Aufgabe den Tieren Namen zu geben, es gibt sogar Edelsteine und Gold.
Doch dann merkt Adam, dass ihm ein Gegenüber fehlt. Auch diesen Wunsch erfüllt Gott und schafft eine wunderbare Frau aus der Seite des Mannes. An dieser Stelle wird die Absicht und die Liebe Gottes zu den Menschen besonders deutlich.
Das Paradies zerschellt in dem Moment, als dem Menschen dieses Paradies nicht genug zu sein scheint und er denkt, dass sein Wohltäter Gott ihm das Beste vorenthält.
Damit zieht das Böse in die Welt ein und ist bis heute geblieben. Sie können an jeden Ort dieser Erde gehen, sie werden es finden. Gott kündigt damals der Frau an, dass aus ihrem Samen ein Mann geboren wird, der der Schlange den Kopf zertreten wird. Dafür wird er gebissen, also den Tod erleiden.
Wir gehen auf Ostern zu. Wenn Sie das Paradies suchen, werden Sie es am Kreuz finden. Einer der mit Jesus gekreuzigten erkannte, dass der Mann neben ihm der Sohn Gottes sein muss. Auf sein Bekenntnis hin sagt Jesus, heute wirst du mit mir im Paradies sein. Der Erste, der es wieder fand, war ein verurteilter Schwerverbrecher. Damit kann es jeder finden. Es hängt nur davon ab, wer für sie dieser Jesus ist.
Ich wünsche ein gesegnetes Osterfest
Frank Ulrich
Christliche Gemeinde Waldstraße






















