Werne. Am Sonntag (21.06.2026) lädt der Motettenkreis um 17 Uhr zu einem Konzert mit dem Titel „Lobgesang“ in die Martin-Luther-Kirche. Begleitet wird der Chor von einem Kammerorchester aus Mitgliedern der umliegenden Sinfonieorchester sowie vier Vokalsolist/innen. Die Leitung hat Annette Drengk.
Im Konzert erklingen drei Werke von Musikerpersönlichkeiten, die sowohl biographisch als auch künstlerisch eng miteinander verbunden sind.
Im Zentrum stehen die berühmten Geschwister Fanny Hensel und ihr vier Jahre jüngerer Bruder Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit Otto Nicolai tritt ein dritter Komponist hinzu, der derselben Generation angehörte und der in Berlin die musikalische Arbeit als Leiter des Domchores von Felix Mendelssohn übernahm.
Fanny Hensels Lobgesang entstand 1831 als Geburtstagsgeschenk für ihren Sohn Felix Ludwig Sebastian. Der Vorname des Kindes gibt einen Hinweis auf die großen musikalischen Vorbilder, die für das Schaffen beider Mendelssohngeschwister eine zentrale Rolle spielten: Ludwig van Beethoven, und vor allem Johann Sebastian Bach, dessen Werk gerade erst wiederentdeckt worden war.
Felix Mendelssohns Vertonung des 42. Psalms „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“, deren erster Satz erklingen wird, entstand überwiegend während seiner Hochzeitsreise im Jahr 1837. Das Werk zählt zu den bedeutendsten Kirchenkompositionen des Komponisten und wurde bereits zu seinen Lebzeiten häufig aufgeführt.
Die Messe in D, die einzige erhaltene Messe Nicolais, ist einer seiner wichtigsten Beiträge zur Kirchenmusik. Trotz ihrer Schönheit gehört sie zu den unbekannteren Messen des 19. Jahrhunderts. Otto Nicolai hatte sich intensiv mit dem Stil Palestrinas auseinandergesetzt, und in den Chorsätzen zeigt er, dass er den Kirchenstil beherrscht.
Karten für dieses Konzert sind erhältlich bei Bücher Beckmann und der Tourist-Info für 20 Euro (ermäßigt 10 Euro) sowie an der Abendkasse für 22 Euro.






















