Freitag, April 12, 2024

Musica Sacra Westfalica: Junge Stimmen streben „Himmelwärts“

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Werne. Fließende Melodiebögen, sanfte Schwingungen und ruhige Rhythmen: Der Jugendkonzertchor der Musikakademie Dortmund präsentierte sich am Sonntagnachmittag mit einem fast meditativ anmutenden Konzert. Mehr als 120 Zuhörer waren der Einladung der Stiftung Musica Sacra Westfalica gefolgt und ließen sich in St. Christophorus von dem klangschönen A-cappella-Gesang faszinieren.

„Himmelwärts“ hatten der Jugendkonzertchor und sein musikalischer Leiter Felix Heitmann ihr Programm überschrieben. Darunter fassten sie Werke, die von schicksalhaften Erfahrungen ebenso wie von Hoffnung und Verheißung kündeten. Die Motette „Ich bin eine rufende Stimme“ des Barockkomponisten Heinrich Schütz fand darin ebenso ihren Platz wie Brahms „Nachtwache II“ und Werke zeitgenössischer Komponisten – etwa „Venite et audite“ (Kommt und hört) von Jean Langlais oder eine Psalmvertonung aus dem Requiem von Herbert Howells.

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Diese Stücke waren für den Chor zu Lichtblicken geworden, in Zeiten von Lockdowns, Homeschooling, Ausgangssperren und Onlineproben. Etwas von der Zuversicht, die sie trotz dieser Schwierigkeiten im gemeinsamen Singen gefunden hatten, gaben die Jugendlichen am Sonntag an ihr Publikum weiter.

Mehr als 120 Zuhörer waren der Einladung der Stiftung Musica Sacra Westfalica gefolgt. Foto: Schwarze

Bei der Interpretation herrschte eine feierliche Stimmung vor, getragen von einer konzentrierten Spannung der jungen Sängerinnen und Sänger. Da erhoben sich klangreine Sopranstimmen wie eine Stimme zu glasklarem Forte, im nächsten Moment aufgefangen von Altistinnen und Bässen. Wiegende Rhythmen glitten durch das Gotteshaus, zu denen der Chor in fein abgestuften Crescendi Stimmlage für Stimmlage aufblühte.

Wie eine feine Miniatur erklang zwischendurch ein Vokalsextett: Sechs Sängerinnen und Sängern des Gesamtchores intonierten drei Lieder mit filigraner Durchsichtigkeit und ungekünstelter Innigkeit. Gleichzeitig verliehen sie diesen Stücken eine strahlende Farbigkeit, die den Kirchenraum dynamisch zu füllen vermochte.

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