Neues Programm der Musikfreunde im August – Saison 22/23 geglückt

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Werne. Aus einer Zwangslage kann etwas Positives entstehen. Diese Erfahrung haben die Musikfreunde Werne in der vergangenen Konzertsaison gemacht.

Aufgrund des mangelhaften Brandschutzes im Alten Rathaus musste die Kammerkonzertreihe zum ersten Mal in ihrer 50-jährigen Geschichte verlegt werden. Das Ausweichquartier im Foyer der Marga-Spiegel-Sekundarschule erwies sich als Glückstreffer: Die Mitglieds- und Besucherzahlen stiegen. Neben dem Ortswechsel zeichnet dafür auch das frische Programm verantwortlich.

„Klassik geht auch cool“, erklärte die Beisitzerin Anne Höttcke. In diesem Sinne hatte der Künstlerische Leiter Hubertus Steiner in der Saison 2022/23 auf junge Musiker und ungewöhnliche Besetzungen vertraut. Mit Erfolg.

Egal, ob es sich um ein Solokonzert mit klassischer Panflöte oder um ungestüme Klangbilder auf historischen Instrumenten handelte – das Publikum ließ sich auf das Neue und manchmal Ungewohnte ein. Auch, weil alle Musikerinnen und Musiker ihr Programm und ihre Instrumente anschaulich moderierten.

Hannah Schlubeck faszinierte mit Klassik auf der Panflöte. Foto: Anke Schwarze

So weckte die Panflötistin Hannah Schlubeck großes Interesse an ihrem Instrument, das zu den ältesten der Welt gehört. Und Caroline Nobst lenkte die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Herausforderungen des Harfenspiels, das keinesfalls nur perlend daherkommen muss.

Harfe kann auch ungestüm. Das zeigte Caroline Nobst. Foto: Anke Schwarze

Das kam an, wie die gestiegenen Mitgliederzahlen zeigen: Dank der erfolgreichen Saison sind es aktuell mehr als 150. Dazu kommen jene Zuhörerinnen und Zuhörer, die sich gezielt für den ein oder anderen Abend entscheiden. „Wir haben für jedes Konzert 130 Stühle aufgestellt und mussten jedes Mal noch welche dazu holen“, berichtete Anne Höttcke. Das sei ein großer Vorteil im Foyer der Sekundarschule: Die großzügige Räumlichkeit erlaube es, flexibel auf die Zahl der Konzertbesucher einzugehen.

Das Publikum ließ sich auch auf ungewohnte Lautmalereien ein. Foto: Anke Schwarze

Zudem sei das ebenerdige Foyer barrierefrei – anders als der Bürgersaal im Obergeschoss des Alten Rathauses. Die treppenfreie Lokalität hätte auch für eine entspanntere Situation in den Pausen gesorgt, sei es beim Weg zum Getränkeverkauf oder zu den sanitären Anlagen. „Wir bleiben im Moment sehr gern hier“, sagte Höttcke – verbunden mit einem Dank an den Hausmeister der Schule und jene Schüler, die beim Aufstellen der Stühle geholfen haben.

Die junge und ungewöhnliche Ausrichtung des Programms wollen die Musikfreunde beibehalten. Davon können sich Interessierte am Donnerstag, 24. August, überzeugen: Ab 19 Uhr stellen die Musikfreunde im Foyer der Marga-Spiegel-Schule die geplanten Konzerte für die Saison 2023/24 vor. Eingeladen ist jeder, der neugierig ist und bei einem Glas Wein oder etwas Ähnlichem über Musik ins Gespräch kommen möchte.

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