Streit beigelegt: Kunstverein darf wieder im Stadthaus-Foyer ausstellen

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Werne. Alles andere als begeistert zeigten sich einige Mitglieder im Ausschuss für Kultur, Partnerschaften, Stadtmarketing und Brauchtumspflege über den öffentlich bekannt gewordenen Konflikt zwischen dem Kunstverein Werne und der Verwaltung.

Wie WERNEplus zuerst berichtet hatte, beklagte sich Hubertus Waterhues, Vorsitzender des Kunstvereins, dass das Foyer im Stadthaus trotz vertraglicher Zusicherung nicht mehr für Ausstellungen zur Verfügung steht, sondern als Sitzungszimmer in Anspruch genommen wird. Der Kunstverein hatte daraufhin eine öffentlichkeitswirksame Aktion in der Innenstadt initiiert, um die Menschen aufzurütteln. Dieser Plan ging auf.

„Wir sprechen ausdrücklich unsere Wertschätzung für den Kunstverein aus“, begann Kulturdezernent Frank Gründken seinen Wortbeitrag, der mit dem Wort „Entschuldigung“ endete. Inzwischen sei man in Gesprächen mit dem Vorstand, um alternative Möglichkeiten aufzuzeigen. So seien Ausstellungen im Museum oder auf den Fluren des Alten Amtsgericht möglich. Die fehlende Aufsicht spiele dem Kunstverein aber nicht in die Karten. „Daher bieten wir im Stadthaus-Foyer in den sitzungsfreien Zeiten wieder Ausstellungen an“, erklärte Frank Gründken.

Trotz der Selbstkritik des Dezernten tadelte die zweite stellvertretende Bürgermeisterin Marita Funhoff den Dissens. „Wie konnte man es soweit kommen lassen? Da hat die Stadt Werne nach außen ein ganz schlechtes Bild abgegeben. Das war Negativ-Werbung“, meinte die SPD-Ratsfrau. Der Anregung von Josef Börste (Grüne), politisch wieder in der Caféteria oder im kleinen Sitzungszimmer zu tagen, erteilte Gründken mit Hinweis auf die fehlende Größe der Alternativen eine Absage: „Wir hatten zuletzt viele Bürgerinnen und Bürger in den Ausschüssen. Wir müssen eine gute Öffentlichkeitsbeteiligung zulassen.“

Börste regte an, mit den Vereinen enger im Gespräch zu bleiben und deutlicher Unterstützung zu signalisieren. Ausschussvorsitzender Wilhelm Jasperneite (CDU) kündigte an, den Kunstverein-Vorstand zu einer Sitzung einzuladen und betonte die Notwendigkeit, „eine Lösung zu finden“. Man müsse sich nicht auf einen Standort für Ausstellungen konzentrieren, sondern auch andere Liegenschaften ins Auge fassen.

Diesen Ball nahm Lars Werkmeister, Vorsitzender des Stadtmarketings, auf und stellte die Planungen für das neue Kunstprojekt „Schaufenstergalerie“ vor. Fotos oder Bilder könnten an allen möglichen Standorten für zwei, drei Monate ausgestellt werden, über einen QR-Code Informationen dazu ausgelesen werden. „Die Idee ist noch nicht ganz fertig. Aber ein Gespräch mit Hubertus Waterhues ist bereits vereinbart“, sagte Werkmeister, der als Vorbild für die Aktion die Dauerausstellung der ZwAR-Gruppe im alten Modehaus Schmersträter an der Bonenstraße nannte.

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