Montag, März 4, 2024

Streit beigelegt: Kunstverein darf wieder im Stadthaus-Foyer ausstellen

Anzeige

Werne. Alles andere als begeistert zeigten sich einige Mitglieder im Ausschuss für Kultur, Partnerschaften, Stadtmarketing und Brauchtumspflege über den öffentlich bekannt gewordenen Konflikt zwischen dem Kunstverein Werne und der Verwaltung.

Wie WERNEplus zuerst berichtet hatte, beklagte sich Hubertus Waterhues, Vorsitzender des Kunstvereins, dass das Foyer im Stadthaus trotz vertraglicher Zusicherung nicht mehr für Ausstellungen zur Verfügung steht, sondern als Sitzungszimmer in Anspruch genommen wird. Der Kunstverein hatte daraufhin eine öffentlichkeitswirksame Aktion in der Innenstadt initiiert, um die Menschen aufzurütteln. Dieser Plan ging auf.

- Advertisement -

„Wir sprechen ausdrücklich unsere Wertschätzung für den Kunstverein aus“, begann Kulturdezernent Frank Gründken seinen Wortbeitrag, der mit dem Wort „Entschuldigung“ endete. Inzwischen sei man in Gesprächen mit dem Vorstand, um alternative Möglichkeiten aufzuzeigen. So seien Ausstellungen im Museum oder auf den Fluren des Alten Amtsgericht möglich. Die fehlende Aufsicht spiele dem Kunstverein aber nicht in die Karten. „Daher bieten wir im Stadthaus-Foyer in den sitzungsfreien Zeiten wieder Ausstellungen an“, erklärte Frank Gründken.

Trotz der Selbstkritik des Dezernten tadelte die zweite stellvertretende Bürgermeisterin Marita Funhoff den Dissens. „Wie konnte man es soweit kommen lassen? Da hat die Stadt Werne nach außen ein ganz schlechtes Bild abgegeben. Das war Negativ-Werbung“, meinte die SPD-Ratsfrau. Der Anregung von Josef Börste (Grüne), politisch wieder in der Caféteria oder im kleinen Sitzungszimmer zu tagen, erteilte Gründken mit Hinweis auf die fehlende Größe der Alternativen eine Absage: „Wir hatten zuletzt viele Bürgerinnen und Bürger in den Ausschüssen. Wir müssen eine gute Öffentlichkeitsbeteiligung zulassen.“

Börste regte an, mit den Vereinen enger im Gespräch zu bleiben und deutlicher Unterstützung zu signalisieren. Ausschussvorsitzender Wilhelm Jasperneite (CDU) kündigte an, den Kunstverein-Vorstand zu einer Sitzung einzuladen und betonte die Notwendigkeit, „eine Lösung zu finden“. Man müsse sich nicht auf einen Standort für Ausstellungen konzentrieren, sondern auch andere Liegenschaften ins Auge fassen.

Diesen Ball nahm Lars Werkmeister, Vorsitzender des Stadtmarketings, auf und stellte die Planungen für das neue Kunstprojekt „Schaufenstergalerie“ vor. Fotos oder Bilder könnten an allen möglichen Standorten für zwei, drei Monate ausgestellt werden, über einen QR-Code Informationen dazu ausgelesen werden. „Die Idee ist noch nicht ganz fertig. Aber ein Gespräch mit Hubertus Waterhues ist bereits vereinbart“, sagte Werkmeister, der als Vorbild für die Aktion die Dauerausstellung der ZwAR-Gruppe im alten Modehaus Schmersträter an der Bonenstraße nannte.

Anzeige

Weitere Artikel von Werne Plus

Das Reisefieber ist zurück: Hohe Nachfragen für den Sommerurlaub

Werne. Lange Zeit hat die Reisebranche unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie gelitten. Mitterweile aber berichten Veranstalter und Reisebüros wieder von Buchungszahlen wie vor der...

„Junge Kunst für Hanau“ – AFG präsentiert Werke in Berlin

Berlin/Werne. Nach langem Warten, Hoffen und Bangen haben Schülerinnen und Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums geschafft: Unter 350 Bewerberschulen ist das AFG eine von zwölf ausgewählten...

Kürzungen: Bleibt Trassenausbau Münster-Lünen auf der Strecke?

Werne. Die vom Bund verfügten Kürzungen für die Schiene schlagen Medienberichten zufolge auch auf den künftigen Aus- und Neubau von Schienenprojekte in NRW durch. Eines...

Werner SC kämpft und siegt für kranken Trainer „Kutte“ Öztürk

Werne. Als die Mannschaft des Werner SC in Heessen den Platz betrat, fehlte Trainer Kurtulus "Kutte" Öztürk, der krank zuhause bleiben musste. Für ihn...