Sonntag, Februar 8, 2026

Partnerschaftszelt bleibt: „Wichtiges Zeichen für Frieden und Europa“

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Werne. Eine Tradition bleibt erhalten – trotz alles Sparzwänge in der Stadtverwaltung stimmte der Ausschuss für Kultur, Partnerschaften, Stadtmarketing und Brauchtumspflege in der jüngsten Sitzung für die Fortführung des Partnerschaftszeltes während der Sim-Jü-Kirmes.

Zwar sei es schwieriger für die Partnerstädte geworden, dieses Zelt über die Kirmestage zu bestücken. Dennoch sei es ein wichtiges Instrument in der Partnerschaftsarbeit, um Kontakt zwischen den Bürgerinnen und Bürgern und den Partnerstädten zu halten, so die zuständige städtische Beauftragte Stephanie Viefhues.

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Auf Grund der aktuellen Haushaltslage war aber auch Viefhues angehalten, freiwillige Leistungen auf Einsparungspotential zu prüfen. Zuletzt konnte der Kostenrahmen in Höhe von 10.000 Euro eingehalten werden, auch durch viele kleinere Maßnahmen, u.a. durch den Verzicht auf eine Live-Band, Kürzung der Öffnungszeiten oder Einsparungen bei der Nachtwache.

In der Debatte um das Partnerschaftszelt verstummten Stimmen, dieses ganz abzuschaffen oder zumindest in ein Pfarrheim zu verlegen, sehr schnell. Einigkeit herrschte in der Wichtigkeit, gerade in der momentanen politischen Lage ein Zeichen für Europa und den Frieden zu setzen. „Schaffen wir das Zelt ab, geht eine Tradition verloren“, meinte etwa Martin Cyperski (CDU), für Konrad Günther (Bündnis 90 / Die Grünen) ginge die Stimmung verloren, wenn es sich nicht mehr im Herzen der Veranstaltung befinden würde.

Wilhelm Jasperneite (CDU) ging sogar noch einen Schritt weiter: „Trotz der schwierigen Finanzsituation lautet mein Appell, das Thema der Städtepartnerschaften nach vorne zu bringen und dieses deutlich höher zu bewerten. Wir müssen uns darum kümmern – gerade in diesen Zeiten.“ Nach Ansicht des Ausschussvorsitzenden müsse sich auch der Bürgermeister mehr einbringen.

Schließlich verständigten sich die Mitglieder des politischen Gremiums einstimmig darüber, das Partnerschaftszelt fortzuführen – auch eine Verlängerung der Öffnungszeiten über 22 Uhr hinaus (dieser Wunsch kam aus den Partnerstädten) dürfe in Betracht gezogen werden, sofern der Kostenrahmen eingehalten werden kann.

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